30 Millionen Euro fürs Knie

Vorarlberg / 08.10.2019 • 10:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zwei solche Wohngebäude mit je neun Wohnungen sollen bis Sommer 2021 fertiggestellt werden. Am Montag erfolgte der Spatenstich. I+R WOHNBAU

Der Spatenstich zum Bau der ersten 18 Wohnungen am Knie in Dornbirn ist erfolgt.

Dornbirn Einst wurde an diesem Ort vielen Kindern ein Heim gegeben, die keines hatten. Am 30. Oktober 2014 sperrte das SOS Kinderdorf in Dornbirn Knie zu, was den Startschuss für ein Wettbieten bedeutete. Über den Dächern von Dornbirn gelegen, mit Blick auf das Rheintal und den Bodensee; das Grundstück bekam in Fachkreisen den Titel „Beverly Hills von Vorarlberg“ verliehen. Den beiden Baufirmen Hinteregger und i+R Wohnbau gelang es schließlich, sich die 15.000 Quadratmeter unter den Nagel zu reißen. Zwei Architekturwettbewerbe und eine Anrainerinformation später folgte am Montag der Spatenstich zur ersten Etappe des Projekts. Im Sommer 2021 sollen die ersten 18 von 54 Wohnungen in zwei Gebäuden bezogen werden können. Das Projekt trägt den Titel: „Wohnen überm Rheintal“.

Wie viel für das Grundstück hingeblättert wurde, ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von 7000 Euro pro Quadratmeter aus, rund zehn Millionen Euro für das gesamte Areal. Ein Drittel davon, also 5000 Quadratmeter, werden getrennt und als Kleingrundstücke für Einfamilienhäuser wieder verkauft. Von den sechs bis acht Grundstücken sind derzeit noch alle zu haben, heißt es auf VN-Anfrage. Auf dem Rest entstehen sechs zwei- und dreigeschoßige Wohnhäuser mit insgesamt 54 Eigentumswohnungen und drei Tiefgaragen. Die Wohnungen verfügen über zwei, drei oder vier Zimmer und sind zwischen 50 und 120 Quadratmeter groß. Der Quadratmeterpreis der Wohnungen aus der ersten Bauetappe beträgt zwischen 5600 und 8000 Euro. Eine Vierzimmerwohnung mit über 90 Quadratmetern ist zum Beispiel um 759.000 Euro zu haben. 40 Prozent der ersten 18 Wohnungen sind bereits verkauft.

Gebaut wird zeitgemäß: Mit Gründächern, Holzfassade, Erdwärme zum Heizen im Winter und Kühlen im Sommer, und alles barrierefrei, gebaut von Unternehmen aus der Region. Die zweite Bauetappe startet im Sommer 2021, sobald der erste Teil abgeschlossen ist.