Leichtsinn bedeutet auch Lebensgefahr

Vorarlberg / 09.10.2019 • 19:03 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieser Folder soll zu mehr Achtsamkeit bei Bahnanlagen animieren. ÖBB/mosse
Dieser Folder soll zu mehr Achtsamkeit bei Bahnanlagen animieren. ÖBB/mosse

ÖBB starten aktuell die Kampagne „Pass auf dich auf“.

bregenz Mit einer neuen Sicherheitskampagne wollen die ÖBB das Bewusstsein für die sichere Benutzung von Bahnanlagen schärfen. Sujets mit jungen Erwachsenen zeigen die schwerwiegenden Folgen von Unfällen. Im Vorjahr sind in Österreich 23 Menschen wegen unüberlegtem Handeln und Leichtsinn an Gleisanlagen zum Teil schwer verunglückt, einige sogar tödlich. Dazu kommen noch 62 Unfälle mit Verletzungen an Eisenbahnkreuzungen, die in fünf Fällen mit dem Tod endeten. Besonders Jugendliche und junge Erwachsene begeben sich häufig aus Unwissenheit und Leichtsinn in Lebensgefahr. In Vorarlberg waren im Vorjahr und auch heuer bis dato keine Unfälle mit Personen auf Bahnanlagen zu verzeichnen. Damit das so bleibt, setzen die ÖBB weiterhin stark auf die Bewusstseinsbildung. Aktuell werden an den Bahnhöfen Bregenz, Dornbirn und Feldkirch wieder die neu gestalteten Sicherheitsfolder verteilt.

Appell an Eigenverantwortung

Die Kampagne „Pass auf dich auf“ appelliert an die Eigenverantwortung, denn leichtsinniges Verhalten kann im Bahnbereich zu schwersten Verletzungen führen. Um das zu unterstreichen, wurden vier Sujets gestaltet, die die schwerwiegenden Folgen leichtsinnigen Verhaltens auf Bahnanlagen sehr deutlich visualisieren. Besonders im Eisenbahnverkehr gibt es laut den ÖBB-Verantwortlichen nämlich Gefahren, die vielen Menschen oft nicht bewusst sind. So haben Züge einen sehr langen Anhalteweg: Ein Güterzug mit 100 km/h benötigt etwa 700 bis 1000 Meter, um stehen zu bleiben, ein Auto mit derselben Geschwindigkeit nur rd. 90 Meter.

Neben den neuen Kampagnensujets setzen die ÖBB wieder auf emotional gestaltete Videos zu möglichen Gefahrensituationen. Sie sind auf www.passaufdichauf.at zu sehen. Im Zuge der aktuellen Kampagne werden auch Plakate mit emotionaler Botschaft auf Bahnhöfen und an Schulen aufgehängt. Zusätzlich bieten die ÖBB Schulleitungen die Möglichkeit, sich während des gesamten Schuljahrs unter der E-Mailadresse sicherheitskampagne@oebb.at für einen Sicherheitsvortrag anzumelden. In den nächsten Tagen werden auch österreichweit 70.000 Folder an den Bahnhöfen ausgeteilt.