Lochau: Ideen für mehr Familienfreundlichkeit gefragt

Vorarlberg / 09.10.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im Rahmen der Re-Zertifizierung „Familienfreundliche Gemeinde Lochau“ werden die Bürger zu ihren Ideen für eine lebenswerte Gemeinde befragt. Im Bild Bgm. Michael Simma mit Diana Neuhold vom „Bürgerservice“.

Bürger sollen ihre Ideen für eine lebenswerte Gemeinde einbringen.

Lochau In einem groß angelegten Bürgerbeteiligungsverfahren sollen im Rahmen der Re-Zertifizierung „Familienfreundliche Gemeinde Lochau“ im Oktober Jung und Alt zu ihren Ideen für eine lebenswerte Gemeinde befragt werden.
Seit 2014 ist die Leiblachtalgemeinde Lochau als „Familienfreundliche Gemeinde“ zertifiziert. Unter dem Motto „Mein Lochau – lebenswert in jedem Alter“ werden nun im Rahmen der Re-Zertifizierung an vielfrequentierten Orten wie Arztpraxen, Schulen, Kindergärten und im Gemeindeamt selbst Briefkasten-Boxen aufgestellt, in welche die Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse, kurz gefasst in schriftlicher Form, einwerfen können.

Lebenswerte Gemeinde

Beim Bürgerforum am 8. November um 18 Uhr im Pfarrsaal werden dann diese eingebrachten „Ideen für eine lebenswerte Gemeinde“ gemeinsam diskutiert. Die Bevölkerung ist zur aktiven Mitarbeit eingeladen, jede Meinung dazu ist wichtig. Durch das gemeinsame Gestalten einer familienfreundlichen Umgebung wird der Zusammenhalt in der Gemeinde nachhaltig gestärkt, Angebote für alle Generationen werden geschaffen.

Eine engagierte Projektgruppe

In weiterer Folge wird die eigens eingerichtete Projektgruppe unter der Leitung von Gemeindevertreterin Marie Rose Eberle die Vorschläge sichten und deren Machbarkeit bewerten. Daraus ergibt sich ein individuell maßgeschneiderter familienfreundlicher Maßnahmenkatalog, der von der Gemeindevertretung beschlossen und innerhalb von drei Jahren auch umgesetzt werden muss.

Die Auszeichnung „Familienfreundliche Gemeinde“ steht für mehr Familienfreundlichkeit und eine bessere Lebensqualität im Ort, sie erhöht jedoch gleichzeitig die Attraktivität der Gemeinde als Lebens- und Wirtschaftsstandort. Sie trägt dazu bei, dass sich Familien mit Kindern in der Gemeinde ansiedeln und sich hier wohlfühlen. Das Audit „Familienfreundliche Gemeinde“ ist ein kommunalpolitischer Prozess für alle österreichischen Gemeinden, Marktgemeinden und Städte. Ziel ist es, das Vorhandensein familienfreundlicher Maßnahmen in der Gemeinde zu identifizieren und den Bedarf an weiteren zu ermitteln.
Im Rahmen des Audits werden Lösungen für die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen, Familien, Singles, Senioren und Menschen mit besonderen Bedürfnissen sowie generationenübergreifende Projekte erarbeitet. Diese sind von der Gemeindevertretung zu beschließen und innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Erst nach positiver Begutachtung der umgesetzten Maßnahmen durch eine externe Zertifizierungsstelle bekommt die Gemeinde vom Bundesministerium das staatliche Gütezeichen „Familienfreundliche Gemeinde“. bms