Missbrauchsfall weitet sich aus

Vorarlberg / 09.10.2019 • 20:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Suspendierter Schulleiter soll zwei Buben missbraucht haben.

höchst Nach Bekanntwerden eines Missbrauchsfalls, in den der mittlerweile suspendierte Leiter einer privaten Volksschule in Höchst involviert ist (die VN berichteten) sind jetzt offenbar weitere Details aufgetaucht. Laut NEUE soll es noch ein zweites Opfer geben. Bei beiden mutmaßlich Betroffenen soll es sich um Buben handeln. Der 62-jährige Pädagoge sei im Zuge einer Hausdurchsuchung im September festgenommen und die Untersuchungshaft inzwischen um einen Monat verlängert worden. Für den Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. „Sollte dies so stimmen, macht es uns wiederum fassungslos“, kommentierte Ulli Laine-Valentini als Vertreterin des Fördervereins der Schule die neuen Erkenntnisse.

Sofort gehandelt

Bereits am Montagnachmittag hatten die Vertreter der Schule zum Missbrauchsverdacht öffentlich Stellung bezogen und erklärt: „Nachdem der Pädagoge bereits seit Mitte September im Krankenstand war, hat die Schule von diesen Vorgängen nichts mitbekommen und wurde erst am Donnerstag, dem 3. Oktober, von offizieller Seite darüber informiert, dass ein Strafverfahren läuft und dass sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft befindet.“ Weitere Informationen gab es demnach nicht, was auch entsprechend kritisiert wurde. Mit Bekanntgabe der gesicherten Informationen durch die Bildungsdirektion handelte der Verein umgehend und suspendierte den Pädagogen sofort. „Sollte es tatsächlich ein weiteres Opfer geben, sprechen wir ihm und seiner Familie unser tief empfundenes Mitgefühl aus“, so Laine-Valentini, die neuerlich an die Medien und die Öffentlichkeit appellierte, auch in der Kommunikation dem Schutz der Kinder oberste Priorität beizumessen: „Die Kinder und Eltern unserer Schule leiden massiv unter dieser Situation.“

Gegen den Mann wird wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses ermittelt. VN-MM