Regina Allmann über ihren Kampf gegen den Krebs

Vorarlberg / 09.10.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Russ-Preis-Trägerin Susanne Marosch, Andreas Wassner, Autorin Regina Allmann und Yenisey Rodriguez. EGLE
Russ-Preis-Trägerin Susanne Marosch, Andreas Wassner, Autorin Regina Allmann und Yenisey Rodriguez. EGLE

Benefizlesung zugunsten Geben für Leben im Götzner Junker-Jonas-Schlössle.

Götzis Im Juli 2012 bekam die heute 52-jährige Regina Allmann die erschütternde Diagnose: Leukämie, und das in höchst akuter Form. Von der einen Minute auf die andere änderte sich das Leben der Lehrerin komplett. Sie schwebte in höchster Lebensgefahr, eine sofortige Behandlung, sprich Chemotherapie, war unausweichlich. Nur wenige Tage danach erlitt sie eine Hirnblutung, die zwar ein glimpfliches Ende fand, zuerst aber massive Auswirkungen hatte. Zwischenzeitlich hatte Allmann sogar ihren eigenen Namen vergessen und schrieb auf einen Zettel: „Ich bin der, der ich bin“.

Von der Hölle in den inneren Himmel

Dieser Satz ist auch der Titel ihres Buches, mit dem sie ihre Erkrankung zu verarbeiten versucht. Bei einer Benefizlesung zugunsten des Vereins „Geben für Leben“ stellte sie es im Götzner Junker-Jonas-Schlössle vor. Sie schildert darin auch ihre mit der Erkrankung verbundene und auf eine unverarbeitete Kindheitserinnerung zurückgehende schwere Depression und wie sie zwischen Todesangst und Todessehnsucht schwankte. Während ihrer Behandlung, und auch danach, hatte Allmann das Bedürfnis, die Ereignisse zu Papier zu bringen, Ergebnis ist das Buch, in dem sie auch beschreibt, wie sie ihren Draht zu Gott verloren hat, zornig und wütend auf ihn wurde. Doch Allmann fand zu ihm zurück – nachdem sie „durch die Hölle gegangen war und schließlich Gott und den Himmel in mir“ wiedergefunden hat. Da Allmann überzeugt davon ist, dass der Mensch mehr als nur sein Geist ist, hat sie mittlerweile ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben und versucht Menschen mit ähnlichen und anderen Problemen zu helfen.

„Geben für Leben“ gewürdigt

Mit der Lesung im Götzner Schlössle würdigte die Autorin auch die Arbeit von Susanne Marosch und ihrem Leukämiehilfeverein „Geben für Leben“. Denn Allmann selbst hat von einer Stammzellenspende eines jungen Deutschen profitiert. Interessantes Detail dazu: Durch die Spende bekam die gebürtige Kärntnerin eine neue Blutgruppe und verlor gleichzeitig ihre Hunde- und Katzenhaarallergie. Ein mitreißender, intensiver Abend, den Allmann an der Gitarre gemeinsam mit Yenisey Rodriguez am Cello musikalisch begleitete. CEG

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