1500 Museums-Nachtschwärmer

Vorarlberg / 10.10.2019 • 17:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
In Stoffels Sägemühle gab es für alle frische Brötchen.
In Stoffels Sägemühle gab es für alle frische Brötchen.

Hohenemser Museen öffneten für Lange Nacht ihre Türen.

Hohenems Knapp 390.000 Besucher wurden in der Langen Nacht der Museen, die heuer ihr 20-Jahr-Jubiläum feierte, in ganz Österreich gezählt. Über 23.000 Kunst- und Kulturinteressierte besuchten die 93 Museen in der Vier-Länder-Region Vorarlberg, Schweiz, Liechtenstein und Deutschland (Lindau und erstmals in Tettnang). 17 Häuser machten heuer zum ersten Mal mit.

In Hohenems machten sich gezählte 1553 große und kleine kulturinteressierte Nachtschwärmer ein Bild vom Jüdischen Museum, von Stoffels Säge-Mühle, vom „Museum auf Zeit“, vom „Alte Zeiten Museum“ sowie von „Willis kleinem Museum“, das – weil erst Anfang des Jahres eröffnet – zum ersten Mal bei der langen Nacht dabei war. Dort bestaunten 250 Besucher die umfangreiche Sammlung von Spielzeugen aller Art mit Schwerpunkt Blechspielzeuge, diverse Figuren (Clowns, die sieben Zwerge, Kasperlfiguren, Tiere), verschiedenste Autos vom Polizei-Streifenwagen bis zur Feuerwehr-Drehleiter, Traktoren, Kräne, Raupen, Schiffe, Helikopter, Flugzeuge und Autorennbahnen.

Im Jüdischen Museum wurde ein eigenes Kinderprogramm geboten, zudem gab es halbstündlich Führungen durch die Dauerausstellung und die aktuelle Sonderausstellung “All about Tel Aviv“. 677 Gäste genossen auch die coolen Songs und heißen Rhythmen von „Pastis“. Dichtes Gedränge herrschte zeitweise im „Museum auf Zeit“, interessierten sich doch 320 Besucher für das Modell der Burg Alt-Ems und die historischen Einblicke in die Vergangenheit der alten Grafschaft.

Bei der „Spurensuche“ im „Alte-Zeiten-Museum“ durch den Museumsteil des über 400 Jahre alten Holzhauses wurden die 147 Gäste in vergangene Zeiten versetzt und erhielten viele Einblicke in das Leben um 1600. Und schließlich erklärte Bernd Amann im einmaligen Mühlenmuseum „Stoffels-Säge-Mühle“ in vier Führungen alles rund ums Getreide und seine Verarbeitung. Detailliert wurde auch der Aufbau einer modernen Mühle erklärt, und die Kinder erfuhren einiges von den heimlichen und unheimlichen Mühlenbewohnern. Für alle Gäste gab es zum Abschluss auch frisch gebackene Brötchen. tf

In Willis kleinem Museum gab es Spielzeug in Hülle und Fülle zu bewundern, was den jungen Besuchern gefiel.
In Willis kleinem Museum gab es Spielzeug in Hülle und Fülle zu bewundern, was den jungen Besuchern gefiel.
320 Besucher interessierten sich für das Modell von Alt-Ems im „Museum auf Zeit“. tf
320 Besucher interessierten sich für das Modell von Alt-Ems im „Museum auf Zeit“. tf