Essbare Stadt, lebendiger Wald beim Dornbirner Herbst

Vorarlberg / 10.10.2019 • 13:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Am Dornbirner Marktplatz ging es um Holz und Wald. BLAN

Dornbirner Herbst ging am Marktplatz in die nächste Runde.

dornbirn Am vergangenen Freitag ging der Dornbirner Herbst in die nächste Runde. Dabei standen auf dem Marktplatz der Wald und das Holz, ebenso wie die Essbare Stadt im Mittelpunkt. Den Vorführungen von Peter Nenning und Josef Böhler mit dem Holzspannungssimulator und der Motorsäge konnte man zuschauen. Informationen zur derzeitigen Borkenkäferproblematik und der Sicherheit bei der Forstarbeit gab es von Förstern und Fachexperten der Landwirtschaftskammer Vorarlberg. Gedrechselte und geschnitzte Waren waren am Markt zu bestaunen. „Unsere Waldbewirtschaftung trägt mit ihrer CO2-Speicherwirkung in Wald und Holz aktiv zum Klimaschutz bei“, erzählt Thomas Ölz als einer der Organisatoren dieses Tages. Er führt weiter aus, dass neben der Wasserkraft das Holz unsere wichtigste nachhaltige Ressource im Lande sei.

Essbare Stadt

Die Ehrenamtlichen der privaten Initiative Essbare Stadt Dornbirn standen vor Ort mit Informationen rund um das Konzept, den Pilotgarten und das Pilotjahr zur Verfügung. „Wir haben eine tolle erste Saison hinter uns“, sagte Thomas Mathis als Initiator der Essbaren Stadt und führte weiter aus: „Neben den vielen schönen Gesprächen und dem guten Feedback aus der Bevölkerung bleiben vor allem die vielen berührenden Momente mit den Kids im Garten hängen.“ Deshalb habe man nun gerne zum heutigen Erntedankfest eingeladen.

Tamara Rohner von "Dreierlei" kochte für die Erntedankfeier von Essbare Stadt Dornbirn.
Tamara Rohner von „Dreierlei“ kochte für die Erntedankfeier von Essbare Stadt Dornbirn.

Die Mohrenbrauerei braute für diesen Anlass ein eigenes Essbare-Stadt-Bier mit Zitronenverbene und -melisse. Es schmecke nicht so herb und tatsächlich nach Zitrone, taten die Bierliebhaber kund. Kulinarisch verwöhnte Tamara Rohner vom Bio- und Unverpacktladen Dreierlei die Marktbesucher mit Vorarlberger Bioriebel und bot Informationen rund um das Thema des unverpackten Einkaufs an. Das Team der Essbaren Stadt Dornbirn freute sich über dieses Zusammenkommen, blickte gerne auf das begegnungs- und lehrreiche Pilotjahr zurück. Sie sind dankbar und stolz auf das, was sie bereits bewegen konnten.

Alexander Kowarc und sein Team von den Dornbirner Jugendwerkstätten bereitete für die Gäste Ländle-Kalbsbratwurst, herbstliche Kürbis-Sauerkraut-Spätzle und selbstgemachten Kräutersirup zu. Ihm ist die Zusammenarbeit mit den regionalen Landwirten und das Kochen mit saisonalen Lebensmitteln. So würde den Jugendlichen und Kunden aufgezeigt werden, welch eine Vielfalt an regionalen Produkten im Land vorhanden ist. Das Bewusstsein dafür wird geschärft.

Biene als Umweltindikator

Die Pfadfinder Dornbirn sorgten am Nachmittag für Kuchen und Kaffee. Peter Vogel vom Bienenzuchtverein Dornbirn informierte vor Ort und erklärte: „Die Biene ist Indikator dafür, wie es um unsere Umwelt und Natur steht. Wir unterstützen in der Bienenhaltung.“ Der heutige Tag sei für sie eine Möglichkeit, um Öffentlichkeitsarbeit für die Bienen und deren Nutzen zu machen. Der Obst- und Gartenbauverein Dornbirn freute sich ebenso wie die Initiative Offener Kühlschrank einmal mehr darüber, am Marktplatz präsent zu sein.

Alexander Kowarc mit seinem Team von den Dornbirner Jugendwerkstätten bot regionale, saisonale Speisen und Getränke an.
Alexander Kowarc mit seinem Team von den Dornbirner Jugendwerkstätten bot regionale, saisonale Speisen und Getränke an.

Der Dornbirner Herbst und der wöchentliche Bauernmarkt bieten die Möglichkeit, Produkte aus heimischer Landwirtschaft kennenzulernen und sich über das breite regionale Produktangebot zu informieren. Marcel Strauß als Agrarmarketer: „Produkte mit dem Ländle-Gütesiegel haben einen hohen Qualitätsstandard, schonen durch die kurzen Transportwege die Umwelt und sind Spezialitäten, die im In- und Ausland geschätzt werden.“ blan