Hotel-Großprojekte am Tannberg: Wettlauf mit der Zeit

Vorarlberg / 10.10.2019 • 11:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Für das Biberkopf-Projekt auf einem Areal von knapp eineinhalb Hektar mussten rund 45.000 Kubikmeter Gestein abgetragen werden, inzwischen begann der Hochbau.

Bauarbeiten an „The Heimat“ und „Biberkopf-Projekt“ auf Hochtouren.

Warth, Schröcken Erste zaghafte Vorboten des kommenden Winters gab es bereits – für die Handwerker auf den beiden Großbaustellen in Warth und Schröcken-Nesslegg ein deutlicher Hinweis darauf, dass für die Mega-Projekte schön langsam ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn es ist absehbar, dass der Winter vielleicht schon bald eine Pause erzwingen wird. Und bis dahin will man den Zeitplan einhalten.

„Das ist“, so Wolfgang Elmenreich gegenüber der VN Heimat zum Hotel-Projekt Biberkopf, „bisher fast perfekt gelungen, wir liegen vielleicht ein paar Tage gegenüber dem Soll zurück, aber das ist kein Problem.“ Kein Problem deshalb, weil die wichtige Bauetappe, der Rohbau der Tiefgarage für rund 80 Fahrzeuge, erledigt ist. Bei den Hochbauten, den Häusern A und B, gehen die Arbeiten ebenfalls zügig voran, wie weit man hier vor dem Wintereinbruch kommt, sei nicht entscheidend, gibt sich Elmenreich entspannt. Kopfzerbrechen hätte es nur gegeben, wenn die Tiefgarage vor Wintereinbruch nicht geschlossen worden wäre. Eine Baugrube mitten im Ort ist kein Thema mehr.

Sanierung in vollem Gang

Aufmerksam verfolgt Schröckens Bürgermeister Herbert Schwarzmann das Baugeschehen auf Nesslegg. Beim größten jemals in der Region realisierten Aparthotelprojekt ist inzwischen auch die Umgestaltung des Bestands in Angriff genommen worden. Er könne sich vorstellen, dass diese Bauetappe schon im kommenden Jahr abgeschlossen werde, so der Gemeindechef. Ob es dann eine Teileröffnung des Projekts gebe, dazu habe er keine Informationen seitens des Betreibers. Für wahrscheinlicher hält Schwarzmann eine Eröffnung des Gesamtprojekts – und diese ist erst für Ende 2021 vorgesehen. Verständlich, wenn man das Investitions- und damit Bauvolumen von „The Heimat“ in Betracht zieht: Insgesamt will Projektleiter Samuel Gauro nach eigenen Angaben 57 Millionen Euro investieren. Summen und Dimensionen, die alles Bisherige weit übertreffen. Auf einem rund 14.500 Quadratmeter großen Areal entstehen 54 Chalet-Apartments und 135 Hotelzimmer. Ein Teil der Luxus-Apartments wurde bereits verkauft. Bürgermeister Schwarzmann hofft, dass die dazu abgeschlossenen Verträge „kalte Betten“ verhindern und sieht in dem Vorhaben eine große Chance, Schröcken touristisch weiterzubringen. Für Schwarzmann geht es auch darum, „Bewegung“ in die Langzeitvorhaben Dorfbahn und Verbauung des Mohnenfluh-Areals zu bringen. „Vielleicht“, so das Gemeindeoberhaupt, „ist das Projekt auf Nesslegg ein Anschub für das Mohnenfluh-Vorhaben . . .“ stp