Kollision mit 1,7 Promille

Vorarlberg / 10.10.2019 • 22:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der junge Mann zeigte sich vor Gericht geständig und reumütig. eckert
Der junge Mann zeigte sich vor Gericht geständig und reumütig. eckert

Alkolenker verursachte Unfall und verletzte Pensionistin schwer.

Feldkirch Anfang März fuhr der 23-jährige Techniker gemeinsam mit zwei jungen Kollegen nach Bregenz und Lauterach. Tagelang genoss man das närrische Treiben des Faschings. Alkohol durfte nicht fehlen und nach zwei Tagen hatte der junge Mann einen Pegel von 1,7 Promille. Gegen 20 Uhr fuhr das Trio noch nach Riefensberg. Der junge Mann ist zwar ortskundig, dennoch missachtete er in der Dunkelheit den Vorrang und fuhr von einer Nebenstraße einfach in die Hauptstraße ein, ohne sich vorher zu vergewissern, ob die Straße frei ist.

Mehrere Verletzungen

Auf der Hauptstraße war zu dem Zeitpunkt gerade eine 64-jährige Rentnerin mit ihrem Pkw unterwegs. Sie wollte nach Deutschland. Alles ging sehr schnell, die Autos kollidierten und zunächst schien niemand verletzt. Erst ein paar Tage später zeigten sich bei der Frau starke Schmerzen, sie ging zum Arzt. Ein unfallchirurgisches Gutachten zeigte später auf, dass die Frau eine Brustkorbprellung, eine Zerrung der Halswirbelsäule, eine verletzte Schulter samt Schultergelenk sowie eine Gehirnerschütterung erlitten hatte. Noch heute, sieben Monate später, hat sie Schmerzen, muss weiterhin zur Physiotherapie gehen und es ist ungewiss, ob nicht etwas zurückbleibt. Der junge Mann zeigt sich vor Gericht geständig und es tut ihm auch leid. An Strafrahmen für fahrlässige Körperverletzung drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft. Da er aber bislang unbescholten war, alles zugibt und keine weiteren Erschwerungsgründe dazu kommen, kommt er mit drei Monaten bedingter Haft sowie 6000 Euro unbedingter Geldstrafe davon. Eine zusätzliche Verwaltungsstrafe bleibt ihm wegen des Doppelbestrafungsverbotes erspart, doch der Führerschein wurde ihm für sieben Monate entzogen. Dem Unfallopfer schuldet er 2000 Euro Teilschmerzengeld. Das Urteil von Richter Martin Mitteregger akzeptiert der Verurteilte. Alle sind froh, dass nicht noch mehr passiert ist.

„Ich hoffe, Sie setzen sich nie mehr alkoholisiert ans Steuer. Sie hätten eine ganze Familie oder Ihre Freunde auslöschen können. Sie hatten Glück im Unglück, auch dass Sie selbst nicht verletzt wurden“, hofft Richter Martin Mitteregger darauf, dass der Angeklagte aus der Sache etwas gelernt hat. EC