Neos erneuern Wunsch nach Regierungsbeteiligung

Vorarlberg / 10.10.2019 • 18:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schwarzach Es war mehr eine Wahlkampfparty als ein Abschluss. Es gab Kuchen (Aufschrift: „A ghörige Politik“), Luftballons und kleine Flaggen schmückten den Raum in knalligem Pink. 20 Mitstreiter sind gekommen, um Sabine Scheffknecht und Beate Meinl-Reisinger zuzuhören, und sich selber für den Endspurt anzustacheln. „Wir rennen bis zum Samstagabend“, gibt Vorarlbergs Spitzenkandidatin Scheffknecht die Richtung vor. In der Hand hält sie eine Moderationskarte, auf der steht: „Der Sommer ist kurz, der Herbst wird Neos.“ Ihr Fokus gilt aber der Landesregierung. „Im Land herrscht Stillstand, der uns als Stabilität verkauft wird“, ärgert sie sich und folgert daraus: „Wer möchte, dass etwas weitergeht, muss Neos wählen. Wir können und wir wollen mitgestalten.“ Sie sei gespannt, ob Landeshauptmann Markus Wallner tatsächlich etwas weiterbringen möchte, oder lieber mit den Grünen regiere. „Die ÖVP träumt zudem von der absoluten Mehrheit. Das wäre das Schlimmste“, warnt Scheffknecht.

Unterstützung erhält sie aus Wien. Parteichefin Meinl-Reisinger lobt zunächst Vorarlberg als weltoffenes Bundesland mit innovativen Unternehmen. Diese böten das Potenzial, Wirtschaft und Umwelt zu verbinden. Die Politik verabsäume es jedoch, besagtes Potenzial zu fördern. „Schade ist zudem, dass die Grünen in der Klimapolitik völlig ausgelassen haben. Sie waren das Grün nicht wert“, attackiert sie den kleinen Koalitionspartner. „Der CO2-Ausstoß im Verkehr ist sogar noch gestiegen.“

Was die Transparenz betrifft, glaubt Scheffknecht die ÖVP-Angaben nicht, wonach für den Wahlkampf 800.000 Euro ausgegeben werden. „Man muss nur die Zahl der Inserate und Plakate ansehen“, ist sie überzeugt. VN-mip

„Wer möchte, dass etwas weitergeht, muss Neos wählen. Wir können und wollen mitgestalten.“