Frau für die Kammerdirektion

Vorarlberg / 11.10.2019 • 18:26 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marco Tittlers frei werdender Job in der Wirtschaftskammer soll mit einer Frau nachbesetzt werden. VN
Marco Tittlers frei werdender Job in der Wirtschaftskammer soll mit einer Frau nachbesetzt werden. VN

Geschichtsträchtig In der Wirtschaftskammer in Feldkirch bei Präsident Hans Peter Metzler (54) könnte in absehbarer Zeit neben Direktor Christoph Jenny (53) eine Frau in der Kammerdirektion Platz nehmen. Metzler favorisiere eine Frau für diese Funktion, entweder aus den Reihen der eigenen Mitarbeiterschaft oder eben von außen, heißt es in Arbeitgebervertretung. Damit würde erstmals in der Geschichte der Vorarlberger Wirtschaftskammer eine Frau als Mitglied in der Direktion tätig sein. Der Stuhl des Vizedirektors wird in nächster Zeit deshalb vakant, weil der jetzige Vizedirektor Marco Tittler (43, VP) so wie die jetzige LT-Vizepräsidentin Martina Rüscher (46, VP) in das Team von LH Markus Wallner (52, VP) berufen wurde. Der Bregenzer Betriebswirt gilt als ehrgeizig und wird sowohl von Karlheinz Rüdisser (64, VP), dessen Erbe er als Wirtschaftslandesrat ín der nächsten Landesregierung übernehmen soll, als auch von Wallner als „fachlich bestens geeignet“ für das wichtige politische Ressort eingestuft.

 

Doppelwahl Während die Landespolitik im Landtagswahlfieber liegt, werfen in manchen Kommunen bereits die Gemeindewahlen im März 2020 ihre Schatten voraus. In Bludesch, wo Bürgermeister Michael Tinkhauser (49) noch vor März seinen Rückzug vom Amt erklärt hat und wieder einen Job bei der Arbeiterkammer übernehmen möchte, haben die Bludescher vor diesem Hintergrund am kommenden Sonntag gleich zweimal die Qual der Wahl. Einerseits werden sie zur Stimmabgabe in Sachen Landtag geladen und andererseits können sie einen Kandidaten für Tinkhauser als Gemeindechef nominieren. Dabei handelt es sich um den Immobilienmakler Walter Wakonigg (52) und um Gebäudewart Martin Konzet (51). Welcher dabei die Nase vorn haben wird, gilt in der Walgaugemeinde als völlig offen. Geplant ist, das sich der Sieger der Vorwahl einer Bürgermeister-Direktwahl stellen soll.

 

Wechselwähler Der Hohenemser Vizebürgermeister Bernhard Amann (65) hat parteipolitisch offenbar wenig Berührungsängste. Der streitbare Kommunalpolitiker, der sich manchmal lautstark einen verbalen Schlagabtausch mit dem Hohenemser Stadtoberhaupt Dieter Egger (50, FP) liefert, sitzt nämlich für die „Emsigen und Grünen“ im Rathaus der Nibelungenstadt und hat sich im Kampf um Nationalratssitze vor wenigen Wochen erfolglos für die Liste Jetzt von Peter Pilz (65) ins Zeug geworfen. Nun wurde bekannt, dass Amann mit wehenden Fahnen wiederum einer Kleinpartei unter die Arme greift. Dabei geht es um die Gruppierung Der Wandel, die am Sonntag den Landtag erobern will.

„Das ist keine Frage der Lust. Wäre es eine Frage der Lust, würde es anders ablaufen.“
              Beate Meindl-Reisinger, Neos
            Parteichefin nach ihrem langen Gespräch mit VP-Chef Sebastian Kurz.

„Das ist keine Frage der Lust. Wäre es eine Frage der Lust, würde es anders ablaufen.“

Beate Meindl-Reisinger, Neos

Parteichefin nach ihrem langen Gespräch mit VP-Chef Sebastian Kurz.

„Wir müssen die SP neu denken, so radikal, wie wir es seit ihrer Gründung nicht mehr gemacht haben.“
              Pamela Rendi-Wagner, SP
            Parteichefin reanimiert den Viktor Adler in sich.

„Wir müssen die SP neu denken, so radikal, wie wir es seit ihrer Gründung nicht mehr gemacht haben.“

Pamela Rendi-Wagner, SP

Parteichefin reanimiert den Viktor Adler in sich.

„Mir ist nicht so wichtig, wer mit wem regiert, mir ist wichtig, wer wofür regiert.“
              Alexander Van der Bellen
            Bundespräsident erteilt VP-Chef Kurz einen Klimaschutz-Regierungsauftrag.

„Mir ist nicht so wichtig, wer mit wem regiert, mir ist wichtig, wer wofür regiert.“

Alexander Van der Bellen

Bundespräsident erteilt VP-Chef Kurz einen Klimaschutz-Regierungsauftrag.