Die Kandidaten haben gewählt

Vorarlberg / 13.10.2019 • 11:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Christof Bitschi gemeinsam mit seiner Freundin. Der FPÖ-Spitzenkandidat wählte in seiner Heimatgemeinde Brand. VN/STEURER

Schwarzach Der erste Teil des Wahltages ist für die Spitzenkandidaten in Vorarlberg geschlagen. Ihre eigene Stimmabgabe haben Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP), Landesrat Johannes Rauch (Grüne), Christof Bitschi von der FPÖ und NEOS-Listenerste Sabine Scheffknecht am Vormittag in ihren Heimatorten hinter sich gebracht. SP-Spitzenkandidat Martin Staudinger hat per Briefwahl abgestimmt.

Landeshauptmann Markus Wallner bei der Stimmabgabe gemeinsam mit seiner Frau Sonja. VN/LERCH

Am Sonntag am Eiligsten hatte es Rauch, was angesichts des Traumwetters im ganzen Land wenig wundert. Schon um 8 Uhr schritt er in Rankweil zur Urne, um sich im Anschluss einer Radtour zu widmen. Am frühen Nachmittag wird er ebenso wie die anderen Spitzenkandidaten im Landhaus eintreffen, trudeln doch schon zu Wahlschluss 13 Uhr erste Ergebnisse ein und wird wenig danach schon eine Hochrechnung erwartet.

„Guter Dinge“ zeigte sich bei seiner Stimmabgabe auch Landeshauptmann Wallner, ist doch zu erwarten, dass die ÖVP nach der Schlappe von vor fünf Jahren wieder zulegt. Er wurde wie üblich von Ehefrau Sonja begleitet, die beiden Töchter des Paars hatten per Briefwahl abgestimmt, der Sohn des Paars ist noch nicht wahlberechtigt. Die Wallners wollten nach dem Besuch im Frastanzer Wahllokal noch ein wenig Luft schnappen, ehe die Fahrt Richtung Bregenz auf dem Programm stand.

Schwierig ist der Wahlkampf für die FPÖ nach Ibiza- und Spesenaffäre sowie dem darauf folgenden Dämpfer bei der Nationalratswahl. Wohl nicht nur deshalb besuchte Spitzenkandidat Bitschi, der neben Staudinger als einziger der chancenreichen Kandidaten erstmals an der Spitze einer Landtagswahlliste steht, am Vormittag den Gottesdienst in Brand. Zur Wahl hatte er seine Familie mitgebracht.

Volles Programm gab es für NEOS-Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht, findet in ihrer Wohngemeinde Lustenau doch am Sonntag nicht nur die Wahl sondern auch Vorarlbergs größtes Volksfest, die Kilbi statt. Nach der Stimmabgabe, bei der sie sich von einem „großen Erfolg“ der NEOS überzeugt gezeigt hatte, besuchte sie dann auch den Rummel in Österreichs größter Marktgemeinde und ließ sich auch eine Fahrt mit dem Karussell nicht entgehen.

Offenbar keine größere Lust auf Treffen mit Fotografen und Kamerateams am Wahlvormittag hatte SP-Kandidat Staudinger, der mit seiner Partei um die Rückkehr gegen die Zweistelligkeit bzw. gegen den Verlust des Klubstatus kämpft. Er hat schon am Montag seinen Stimmzettel in den Briefkasten geworfen.

Ein sichtlich gut gelaunter Johannes Rauch (Grüne) bei der Stimmabgabe in Rankweil. VN/Lerch
Ein sichtlich gut gelaunter Johannes Rauch (Grüne) bei der Stimmabgabe in Rankweil. VN/Lerch