Wählerstromanalyse: Wen einstige FPÖ-Anhänger gewählt haben

Vorarlberg / 13.10.2019 • 19:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf diese Zahlen warten die Strategen in den Parteizentralen gespannt.

ÖVP profitiert von früheren FP-Wählern und Nichtwählern, Grüne legen dank früheren Nichtwählern zu

Schwarzach Das Forschungsinstitut SORA hat nur wenige Stunden nach Veröffentlichung der Wahlergebnis bereits eine Wählerstromanalyse. Die ÖVP kann demnach mehr als jede acht von zehn (82%) WählerInnen von 2014 wieder für sich gewinnen.

Zugewinne für die ÖVP kommen mit 7.000 Stimmen von der FPÖ. Geringe Verluste erleidet die ÖVP an die NichtwählerInnen (6.000 Stimmen) und die Grünen (3.000). Mit den NEOS bilanziert die ÖVP ausgeglichen (Verluste und Zugewinne von je 2.000 Stimmen).

Die FPÖ kann nur 47% ihrer WählerInnen von 2014 mobilisieren und verliert jede/n vierte/n Wähler/in an die Nichtwahl.

Weitere 7.000 Stimmen gehen an die ÖVP verloren, 2.000 an die sonstigen Parteien.

Die Grünen mobilisieren zwei Drittel ihrer WählerInnen von 2014.

Zugewinne erhalten sie mit 6.000 Stimmen vor allem von ehemaligen NichtwählerInnen bzw. Personen, die 2014 noch nicht wahlberechtigt waren. Weitere 1.000 kommen im Saldo von der ÖVP dazu.

Die SPÖ gewinnt 74% ihrer WählerInnen von 2014 erneut. Ein Zugewinn von 2.000 Stimmen kommt von den NichtwählerInnen.

Die NEOS können 53% ihrer WählerInnen von 2014 erneut überzeugen.

Sie gewinnen je 2.000 Stimmen von Grünen und NichtwählerInnen hinzu, an die sie im Gegenzug nur je 1.000 Stimmen verlieren. Im Wähleraustausch mit der ÖVP bilanzieren die NEOS ausgeglichen. Quelle: ORF/SORA