Nach der Wahl ist vor der Wahl: Erster Vorbote für Gemeinderatswahl 2020

Vorarlberg / 14.10.2019 • 18:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Martin Konzet soll in Bludesch Bürgermeister Michael Tinkhauser beerben.
Martin Konzet soll in Bludesch Bürgermeister Michael Tinkhauser beerben.

Martin Konzet setzt sich bei Vorwahl in Bludesch klar durch.

Bludesch Doppelte Arbeit hatten am Wahlsonntag alle Wahlberechtigten in Bludesch. Parallel zur Landtagswahl wurde in der Blumenegg-Gemeinde auch eine Vorwahl für die bevorstehende Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr durchgeführt.

Hintergrund ist der angekündigte Rückzug von Bürgermeister Michael Tinkhauser (49) aus der Gemeindepolitik. Tinkhausers Ausscheiden ließ die 2014 gegründete, parteiübergreifende Liste „Gemeinsam“ für die kommende Gemeindewahl führungslos werden. Im Zuge einer Vorwahl wurde nun über die Reihung der Bludescher Einheitsliste abgestimmt.

Nachdem sich im Vorfeld zwei Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters bemühten, konnte sich Martin Konzet (51) im Rennen um die Spitzenposition gegenüber Walter Wakonigg (52) klar durchsetzen. Während der Gebäude- und Wasserwart der Gemeinde auf 424 Wahlpunkte kam, landete der Immobilienmakler und Standortmanager mit 197 Stimmen deutlich dahinter. Somit wird Konzet die Liste in die Gemeinderatswahl 2020 führen. „Ich bin froh, dass das Ergebnis so eindeutig ausgefallen ist. Der Rückhalt in der Bevölkerung bestärkt mich in meinem Entschluss, mich für das Bürgermeisteramt zur Verfügung zu stellen“, so Konzet, der seit zehn Jahren in der Gemeinde tätig ist. Auf der Politbühne ist der Nebenerwerbslandwirt hingegen ein unbeschriebenes Blatt. „Ich war bisher zwar nicht politisch tätig, habe das Gemeindegeschehen aber immer mit großem Interesse verfolgt“, sagt Konzet.

Bürgermeister zufrieden

Bürgermeister Michael Tinkhauser zeigte sich insbesondere mit der guten Wahlbeteiligung sehr zufrieden. „Ich freue mich sehr und bedanke mich, dass das Angebot so gut angenommen wurde“, so Tinkhauser, der zugab, dass die Landtagswahl diesbezüglich hilfreich war. Zudem fühlte sich der scheidende Gemeindechef darin bestärkt, dass sich „das 2014 neu eingeführte System bewährt hat“. Insbesondere im Wahlsprengel 1 in Bludesch hatte ein Großteil der Wähler von seinem Wahlrecht Gebrauch gemacht. In Gais waren es etwas weniger.

Reihung nicht fixiert

Insgesamt standen bei der Vorwahl 53 Personen zur Wahl. Wie die Reihung der Liste „Gemeinsam“ im Detail ausschaut, steht indessen noch nicht fest. „Hier müssen wir das Ergebnis zunächst genau ausarbeiten“, so der Noch-Bürgermeister. Tinkhauser selbst wird Mitglied der Liste bleiben. Dennoch will der scheidende Gemeindechef einen klaren Schlussstrich ziehen und sich vollkommen aus der Gemeindepolitik zurückziehen. „Ich halte das für die beste Lösung.“ VN-JS

Parallel zur Landtagswahl fand am Sonntag in Bludesch auch die Vorwahl zur Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr statt. VN/Steurer
Parallel zur Landtagswahl fand am Sonntag in Bludesch auch die Vorwahl zur Gemeinderatswahl im kommenden Frühjahr statt. VN/Steurer