Raubüberfall in Rankweil: Täter und Opfer kannten sich

Vorarlberg / 14.10.2019 • 15:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die beiden Tatverdächtigen befinden sich bereits in der Justizanstalt Feldkirch hinter Gittern. VN/SOHM

84-jähriges Raubopfer noch im Krankenhaus, Tatverdächtige in der Justizanstalt Feldkirch.

Rankweil Wieder schockiert ein besonders brutaler Raubüberfall Vorarlberg. Noch eindrücklich in Erinnerung ist jene Tat vom 3. Dezember 2018 in Alberschwende, als zwei rumänische Brüder einen 66-jährigen Landwirt in Raubabsicht brutal misshandelten. Sie schlugen, traten und fesselten ihn. Der Pensionist erlitt schwerste Verletzungen. Besonders verwerflich: Die beiden Bettler hatten den Landwirt gekannt und schon des Öfteren seine Hilfsbereitschaft ausgenutzt.

Hohe Strafen

Die Räuber wurden erwischt und später am Landesgericht Feldkirch in einem Fall zu 13,5 Jahren, im zweiten Fall zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und neun Monaten verurteilt.

Der jüngste Fall in Rankweil in der Nacht auf vergangenen Samstag (die VN berichteten) scheint dieselben Voraussetzungen aufzuweisen wie das Verbrechen in Alberschwende. Wie Recherchen der VN ergaben, haben sich Täter und Opfer auch hier schon vorher gekannt. So seien die beiden Rumänen im Alter von 17 und 44 Jahren schon des Öfteren bei ihrem späteren Opfer vorstellig geworden und hätten von ihm Geld erbettelt. Ebenso brutal auch die Vorgehensweise der Männer: Mit Beil und Hammer aus einem Gartenhäuschen brachen sie die Terrassentür auf. Dann fielen sie über den auf der Couch liegenden Hausbesitzer her und verprügelten ihn mit den Fäusten. Der 84-Jährige erlitt mehrere Rippenbrüche sowie großflächige Hämatome im Gesicht und am Körper. Dann fesselten sie den Mann.

Doch ihre anschließende Flucht währte nicht lange. Dem Opfer gelang es, einen Notruf abzusetzen. Und nicht zuletzt aufgrund des Hinweises eines Nachbarn zur Fluchtrichtung konnten die Rumänen noch im Umfeld des Tatorts gestellt werden. Sie sind umfassend geständig und wurden mittlerweile in die Justizanstalt Feldkirch eingeliefert.

Noch nicht einvernahmefähig

Ihr 84-jähriges Opfer befindet sich noch im stationären Aufenthalt im Landeskrankenhaus Feldkirch. Wie die VN in Erfahrung bringen konnten, ist der schwer verletzte Pensionist noch nicht einvernahmefähig.