„Ausgegrabene“ Meisterwerke

Vorarlberg / 15.10.2019 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Kammerchor Vocale Neuburg wird die Werke der beiden Komponistinnen acappella wieder aufleben lassen. vocale Neuburg
Der Kammerchor Vocale Neuburg wird die Werke der beiden Komponistinnen acappella wieder aufleben lassen. vocale Neuburg

Musik in der Pforte widmet sich zwei Komponistinnen.

Feldkirch Ab morgen, 17. Oktober, und auch am 18. und 19. Oktober widmet sich das 5. Konzert der Kammermusik-Konzertreihe Musik in der Pforte der Musik der Komponistinnen Maria Bach (1896–1978) und Johanna Müller-Hermann (1868 –1941). Es musizieren Klaus Christa (Viola), Christine Busch und Elene Meipariani (Violine), Mathias Johansen und Conradin Brotbek (Violoncello), Akiko Shiochi (Klavier) sowie der Kammerchor Vocale Neuburg unter der Leitung von Oskar Egle. 

Das Jahresmotto der Pforte: „Ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug“ meint im Besonderen das Schicksal jener Komponistinnen, die sich um die Jahrhundertwende mit ihrem künstlerischen Schaffen in eine Männerdomäne vorwagten. Klaus Christa, künstlerischer Leiter der Pforte, hat in einer intensiven Forschungsarbeit zahlreiche verborgende Schätze von österreichischen Komponistinnen der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert ausgegraben: „Es war wirklich beeindruckend, welche Meisterwerke von Komponistinnen in diesen Bibliotheken in dunklen Schachteln vergraben sind. Zwischendurch habe ich mich wirklich gefragt, wie solche Schätze über so lange Zeit vergessen werden konnten.“

Im Mittelpunkt dieses Konzertabends stehen Werke der Komponistin Maria Bach. Zu den ausgegrabenen Schätzen zählen ihr Streichquintett aus dem Jahre 1936 sowie das großdimensionierte „Wolgaquintett“  für Klavier und Streicher, das an Komponisten wie Sergei Rachmaninow oder auch Claude Debussy erinnert. Dazu kommen Werke von Johanna Müller-Hermann.

Dass der Kammerchor Vocale Neuburg für eine Mitwirkung gewonnen werden konnte, freut die Veranstalter der Pforte. „Mit A-capella-Chorwerken von Bach und Müller-Hermann können wir diese großartigen Komponistinnen noch in ganz anderen Klangfarben erleben. Der Großteil der Musik erlebt bei uns seine Welturaufführung – und das über 100 Jahre nach der Entstehung.“