Neun Monate Haft für Einbrecher

Vorarlberg / 15.10.2019 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Eine bedingte Strafnachsicht war für den Angeklagten trotz Geständnis nicht möglich. ECKERT

Rumänischer Handydieb am Landesgericht Feldkirch verurteilt.

Christiane Eckert

Feldkirch Im Februar wurde in ein Dornbirner Handygeschäft eingebrochen. Die zwei Diebe erbeuteten 28 Handys, alle neu. Es entstand ein Schaden von rund 9225 Euro. Die rumänischen Täter vereinbarten, dass jeder die Hälfte der Beute bekommt. Doch von dieser Abmachung hat der nun am Landesgericht Feldkirch angeklagte 29-jährige Rumäne nicht viel, er muss hinter Gitter. „Dabei war er auf einem guten Weg“, behauptet sein Verteidiger. Der Mann hatte einen Job in einer Schnapsbrennerei, doch den ist er nun wieder los. Er ist in U-Haft und kommt nun in Strafhaft.

Unbekannter Komplize

Die Einbrecher waren zu zweit. Doch wie so oft weiß man vom Komplizen nur den Vornamen. Kennengelernt haben will man sich kurz vor dem Einbruch am Dornbirner Bahnhof. Außerdem kann der Angeklagte noch angeben, dass der Mittäter aus der Stadt Arad in Rumänien stamme. Die hat rund 170.000 Einwohner. Der junge Angeklagte ist vierfacher Vater, in Spanien wurde er bereits drei Mal wegen Diebstahls verurteilt. „Ich habe damals in Vorarlberg auf der Straße geschlafen, mich um meine vier Kinder gesorgt, da habe ich nicht lange überlegt“, so der Mann vor Richter Martin Mitteregger.

Drückende Beweislage

Das Geständnis, der Täter gewesen zu sein, wirkt zwar mildernd, doch das Gewicht dieses Milderungsgrundes ist nicht allzu groß. Erschwerend sind die Vorstrafenbelastung und der Umstand, dass ein zweiter Täter dabei war. „Es muss auch ein Signal gesetzt werden, dass Einbrüche streng sanktioniert werden. Eine bedingte Strafnachsicht ist nicht möglich“, heißt es in der Begründung. Der Verurteilte akzeptiert die Strafe. Den Verfallsbetrag von 4600 Euro kann der Mann ignorieren, denn bezahlen kann er ihn ohnedies nicht.