Ausgezeichnete Artenvielfalt

Vorarlberg / 16.10.2019 • 19:05 Uhr / 6 Minuten Lesezeit

Vorarlberg hat 15 neue Wiesenmeister.

Bregenz Jede Wiese hat ihre eigene Geschichte. Einzelne fallen allerdings mit einer außerordentlichen Artenvielfalt auf. Mit der Wiesenmeisterschaft, die im Jahr 2002 auf Anregung von Georg Grabherr ins Leben gerufen wurde und in Kooperation mit dem Naturschutzrat und dem Alpwirtschaftsverein veranstaltet wird, würdigt das Land Vorarlberg besonders vorbildliche ökologische Leistungen auf Wiesen und Alpen. Am Mittwoch war es wieder so weit. Im Rahmen der Wiesenmeisterschaft 2019 wurden im Landhaus 15 landwirtschaftliche Betriebe ausgezeichnet. „Gerade in Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, dass es in unserem Land Menschen gibt, die sich aus Überzeugung und großer Tatkraft der Natur- und Landschaftspflege widmen“, betonte Umweltlandesrat Johannes Rauch. Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner bekräftigte: „In den Tälern und vor allem in den Berggebieten ist die Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft mit hohem Aufwand verbunden. Dass diese Leistungen erbracht werden, ist ein Verdienst fleißiger, naturverbundener Bäuerinnen und Bauern.“

Kolumban und Cornelia Bischof, Damüls. Goldhaferwiese „Kaspers Bühel“. Die prachtvolle Blumenwiese auf den Südhängen der Alpe Hintere Uga zählt zu den buntesten Wiesenformationen und ist eine ökologische Bereicherung dieser Landschaft.

Kolumban und Cornelia Bischof, Damüls. Goldhaferwiese „Kaspers Bühel“. Die prachtvolle Blumenwiese auf den Südhängen der Alpe Hintere Uga zählt zu den buntesten Wiesenformationen und ist eine ökologische Bereicherung dieser Landschaft.

Steffen und Alexandra Volkmann, St. Gallenkirch. Gut strukturierte Futterwiese. Standortangepasste Nutzung erhält auf den sonnigen Südhängen eine ausgewogene Bergglatthaferwiese. In Kombination mit den Obstbäumen ist diese Wiese ein Vorzeigebeispiel einer vielfältigen Kulturlandschaft als Lebensraum für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt (im Bild mit Daniel Geutze, r.).

Steffen und Alexandra Volkmann, St. Gallenkirch. Gut strukturierte Futterwiese. Standortangepasste Nutzung erhält auf den sonnigen Südhängen eine ausgewogene Bergglatthaferwiese. In Kombination mit den Obstbäumen ist diese Wiese ein Vorzeigebeispiel einer vielfältigen Kulturlandschaft als Lebensraum für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt (im Bild mit Daniel Geutze, r.).

Dietmar Kempf, Alpe Els Hinterbirk, Nüziders/Bludenz. Preis für Erhaltung artenreicher Alpweiden. Die artenreichen Flächen der idyllisch gelegenen Alpe Els sind das Ergebnis eines wohlüberlegten und standortangepassten Weidemanagements. Besondere Anerkennung verdient die Wiederaufnahme der Mahd auf einer Alpwiese, um Notheu zur Überbrückung von Kaltwettereinbrüchen zu haben (im Bild mit Katharina Heiseler und Alpmeister Magnus Vonbrül, l.).

Dietmar Kempf, Alpe Els Hinterbirk, Nüziders/Bludenz. Preis für Erhaltung artenreicher Alpweiden. Die artenreichen Flächen der idyllisch gelegenen Alpe Els sind das Ergebnis eines wohlüberlegten und standortangepassten Weidemanagements. Besondere Anerkennung verdient die Wiederaufnahme der Mahd auf einer Alpwiese, um Notheu zur Überbrückung von Kaltwettereinbrüchen zu haben (im Bild mit Katharina Heiseler und Alpmeister Magnus Vonbrül, l.).

Kurt und Helga Stark, Fontanella. Gesamtbetrieb. Produktive Heuwiesen in Hofnähe sowie bunte und ertragreiche Goldhaferwiesen in höheren Lagen bilden die wirtschaftliche Grundlage dieses Milchbetriebs im Biosphärenpark Großes Walsertal, der dem Prinzip einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft konsequent folgt. Artenreiche Magerwiesen und ein Hangflachmoor sorgen für eine besondere Floren- und Faunenvielfalt auf dem bergbäuerlichen Betrieb (im Bild mit Katharina und Marcel).

Kurt und Helga Stark, Fontanella. Gesamtbetrieb. Produktive Heuwiesen in Hofnähe sowie bunte und ertragreiche Goldhaferwiesen in höheren Lagen bilden die wirtschaftliche Grundlage dieses Milchbetriebs im Biosphärenpark Großes Walsertal, der dem Prinzip einer möglichst geschlossenen Kreislaufwirtschaft konsequent folgt. Artenreiche Magerwiesen und ein Hangflachmoor sorgen für eine besondere Floren- und Faunenvielfalt auf dem bergbäuerlichen Betrieb (im Bild mit Katharina und Marcel).

Josef und Anita Feurstein, Andelsbuch. Magerwiese „Gütle“. Unterschiedliche Standortverhältnisse schaffen eine große Artenvielfalt in dieser Magerwiese, die durch ihren Orchideenreichtum zusätzlich punktet. Nur durch extensive Nutzung wird diese Vielfalt bewahrt.

Josef und Anita Feurstein, Andelsbuch. Magerwiese „Gütle“. Unterschiedliche Standortverhältnisse schaffen eine große Artenvielfalt in dieser Magerwiese, die durch ihren Orchideenreichtum zusätzlich punktet. Nur durch extensive Nutzung wird diese Vielfalt bewahrt.

Sylvester und Hildegard Sutterlüty, Alpe Andlis Brongen, Egg. Preis für Weidemanagement und Alppflege. Das wohldurchdachte Weidesystem mit konsequenter Weidepflege schafft produktive und zugleich artenreiche Alpweiden. Die Pflege der steilen Hanglagen ist mit besonderem Arbeitsaufwand verbunden, da regelmäßig geschwendet werden muss. Eine artenreiche Alpwiese liefert wertvolles Notheu.

Sylvester und Hildegard Sutterlüty, Alpe Andlis Brongen, Egg. Preis für Weidemanagement und Alppflege. Das wohldurchdachte Weidesystem mit konsequenter Weidepflege schafft produktive und zugleich artenreiche Alpweiden. Die Pflege der steilen Hanglagen ist mit besonderem Arbeitsaufwand verbunden, da regelmäßig geschwendet werden muss. Eine artenreiche Alpwiese liefert wertvolles Notheu.

Reinold Wohlgenannt, Dornbirn. Bergglatthaferwiese „Gottselig Viehweide oben“. Im Dornbirner Berggebiet blieb eine artenreiche Glatthaferwiese erhalten. Charakteristisch für diesen Wiesentyp ist sein enormer Blütenreichtum, der für blütenbesuchende Insekten als wichtige Nahrungsquelle von großer Bedeutung ist.

Reinold Wohlgenannt, Dornbirn. Bergglatthaferwiese „Gottselig Viehweide oben“. Im Dornbirner Berggebiet blieb eine artenreiche Glatthaferwiese erhalten. Charakteristisch für diesen Wiesentyp ist sein enormer Blütenreichtum, der für blütenbesuchende Insekten als wichtige Nahrungsquelle von großer Bedeutung ist.

Böhler/Kienreich/Oberhuber, Eichenberg. Gut strukturierte Futterwiese. Nachhaltige, standortangepasste Wiesennutzung mit zwei Heuschnitten, maßvoller Düngung mit Festmist und Beweidung ließ in der Parzelle Mühle eine produktive, stabile Fettwiese mit ausgewogenem Artengefüge entstehen (im Bild: Josef Böhler und Gergine Oberhuber).

Böhler/Kienreich/Oberhuber, Eichenberg. Gut strukturierte Futterwiese. Nachhaltige, standortangepasste Wiesennutzung mit zwei Heuschnitten, maßvoller Düngung mit Festmist und Beweidung ließ in der Parzelle Mühle eine produktive, stabile Fettwiese mit ausgewogenem Artengefüge entstehen (im Bild: Josef Böhler und Gergine Oberhuber).

Georg und Theresia Schneider, Alpe Obere Falz, Egg. Alppreis der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft. Familie Schneider bewirtschaftet die Alpe Obere Falz schon seit Jahrzehnten und lebt die traditionelle Alpkultur mit Leib und Seele, insbesondere in Anbetracht der wiederkehrenden Lawinen- und sporadischen Murenabgänge, die regelmäßig einen hohem Arbeitseinsatz erfordern. Das Ergebnis jedoch sind gepflegte, artenreiche Weiderasen mit landschaftsprägenden Einzelbäumen, Lesesteinmauern und eine blumenbunte Streuwiese.

Georg und Theresia Schneider, Alpe Obere Falz, Egg. Alppreis der Vorarlberger Wiesenmeisterschaft. Familie Schneider bewirtschaftet die Alpe Obere Falz schon seit Jahrzehnten und lebt die traditionelle Alpkultur mit Leib und Seele, insbesondere in Anbetracht der wiederkehrenden Lawinen- und sporadischen Murenabgänge, die regelmäßig einen hohem Arbeitseinsatz erfordern. Das Ergebnis jedoch sind gepflegte, artenreiche Weiderasen mit landschaftsprägenden Einzelbäumen, Lesesteinmauern und eine blumenbunte Streuwiese.

Gerhard und Martin Kurzemann, Braz. Magerwiese „Haselnusser“. Im Natura2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder, eigentlich bekannt für seine vielfältige Vogelwelt, ist diese auffallend bunte Bergwiese eine zusätzliche Bereicherung (im Bild Martin und Christl Kurzemann).

Gerhard und Martin Kurzemann, Braz. Magerwiese „Haselnusser“. Im Natura2000-Gebiet Klostertaler Bergwälder, eigentlich bekannt für seine vielfältige Vogelwelt, ist diese auffallend bunte Bergwiese eine zusätzliche Bereicherung (im Bild Martin und Christl Kurzemann).

Mario und Cornelia Domig, Blons. Magerwiese „Kaufmann“. Die blütenreiche Bergwiese ist eine ökologische und ästhetische Bereicherung des Biosphärenparks Großes Walsertal. Obwohl mit erheblichem Aufwand verbunden, ist die traditionelle Nutzung Garant für den Erhalt dieser Kulturlandschaft (Mario Domig fehlte bei der Verleihung).

Mario und Cornelia Domig, Blons. Magerwiese „Kaufmann“. Die blütenreiche Bergwiese ist eine ökologische und ästhetische Bereicherung des Biosphärenparks Großes Walsertal. Obwohl mit erheblichem Aufwand verbunden, ist die traditionelle Nutzung Garant für den Erhalt dieser Kulturlandschaft (Mario Domig fehlte bei der Verleihung).

Christoph und Edith Schwarzmann, Langenegg. Streuwiese „Nord“. Die Streuwiese im Schutzgebiet Nord in Langenegg beherbergt einige botanische Raritäten, darunter zwei verschiedene Sonnentaue. Eine Reihe weiterer seltener Pflanzen wird hier durch die herbstliche Streuwiesenmahd erhalten (im Bild mit Manuel und Alena).

Christoph und Edith Schwarzmann, Langenegg. Streuwiese „Nord“. Die Streuwiese im Schutzgebiet Nord in Langenegg beherbergt einige botanische Raritäten, darunter zwei verschiedene Sonnentaue. Eine Reihe weiterer seltener Pflanzen wird hier durch die herbstliche Streuwiesenmahd erhalten (im Bild mit Manuel und Alena).

Christoph und Veronika Rusch, Dornbirn. Magerwiese „Fändle“. Oberhalb von Dornbirn erhält die extensive Magerwiesennutzung eine bunt blühende, artenreiche Rotschwingel-Straußgraswiese. Kleinflächige Vernässungen fördern die kleinräumige Vielfalt zusätzlich (im Bild mit Florian, Robert und Martin).

Christoph und Veronika Rusch, Dornbirn. Magerwiese „Fändle“. Oberhalb von Dornbirn erhält die extensive Magerwiesennutzung eine bunt blühende, artenreiche Rotschwingel-Straußgraswiese. Kleinflächige Vernässungen fördern die kleinräumige Vielfalt zusätzlich (im Bild mit Florian, Robert und Martin).

Martin und Alexandra Rädler, Eichenberg. Flachland-Mähwiese „Hard“. Die artenreiche Tal-Mähwiese ist ein wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere in unmittelbarer Nachbarschaft zum intensiv genutzten Acker- und Grünland des Rheintals (im Bild mit Daniel und Florian).

Martin und Alexandra Rädler, Eichenberg. Flachland-Mähwiese „Hard“. Die artenreiche Tal-Mähwiese ist ein wichtiger Lebens- und Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere in unmittelbarer Nachbarschaft zum intensiv genutzten Acker- und Grünland des Rheintals (im Bild mit Daniel und Florian).

Johann, Heidi und Jonas Schweizer, Unterdiedams Kälberboden, Schoppernau. Preis für Weidemanagement und Alppflege. Die differenzierte Weideführung verdient ebenso Anerkennung wie die vorbildliche und konsequente Weidepflege mit Schwendarbeiten und Räumen der Weideflächen. Das Ergebnis sind vielfältige, artenreiche Weiderasen und produktive Weidebestände in Gunstlagen. Stalleinstreu und Notheu werden auf den alpeigenen Feuchtwiesen gewonnen.

Johann, Heidi und Jonas Schweizer, Unterdiedams Kälberboden, Schoppernau. Preis für Weidemanagement und Alppflege. Die differenzierte Weideführung verdient ebenso Anerkennung wie die vorbildliche und konsequente Weidepflege mit Schwendarbeiten und Räumen der Weideflächen. Das Ergebnis sind vielfältige, artenreiche Weiderasen und produktive Weidebestände in Gunstlagen. Stalleinstreu und Notheu werden auf den alpeigenen Feuchtwiesen gewonnen.