Schulheim Mäder präsentiert sich mit eindrucksvollen Fotos

Vorarlberg / 16.10.2019 • 12:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Arnt Buchwald, Dr. Arthur Tscharre, Direktorin Maria Bauer-Debois und Fotokünstler Nikolaus Walter haben für das Schulheim Mäder Gutes getan. VN/STIPLOVSEK

Nikolaus Walter hat den Alltag der Einrichtung treffend ins Bild gesetzt. Zu sehen ist die Ausstellung im Foyer von Russmedia.

Schwarzach Nikolaus Walter, 73-jähriger Fotokünstler aus Rankweil, ging hinein ins Schulheim Mäder und sah sich einfach mal um. Als er wieder herauskam, hatte er seine ersten Bilder geschossen. Und nachdem er, still beobachtend, diesen Vorgang mehrmals wiederholte, war sie da: die wunderbare Bildersammlung mit Impressionen von einem besonderen Ort. „Du bist wie ich – Ich bin wie du“ heißt die Wanderausstellung mit insgesamt 54 Fotos des Künstlers, 34 davon hängen derzeit im Foyer von Russmedia. Noch bis 28. Oktober ist die Ausstellung für die Allgemeinheit zugänglich.

Texte von Monika Helfer

„Mir ging es darum, die Kinder und Jugendlichen als Menschen wie alle anderen darzustellen: mit ihren Vorlieben, Ängsten und Erwartungen. Natürlich haben die wunderbaren Texte von Monika Helfer mit dazu beigetragen, diesem Anspruch gerecht zu werden“, kommentiert Nikolaus Walter sein Werk. Für Schulheim-Mäder-Geschäftsführer Arnt Buchwald ist die Ausstellung „eines von mehreren Mosaiksteinchen, die dazu dienen, Menschen mit Behinderung vor allem als Menschen darzustellen“. Eine Sicht der Dinge, die Buchwald mit Schulheim- Mäder-Obmann Dr. Arthur Tscharre ebenso teilt wie mit Direktorin Maria Bauer-Debois.

„Viele Besucher in unserem Haus sind immer wieder überrascht von der Fröhlichkeit, die ihnen bei uns begegnet. Das freut uns natürlich“, erzählt Bauer-Debois.

Max, der Fröhliche

Zu den Fahnenträgern der Fröhlichkeit gehört im Schulheim Mäder und seinen 70 jungen Menschen mit Körper- und Schwermehrfachbehinderungen sowie den 45 Pädagogen und 50 Spezialbetreuern vor allem der kleine Max. „Der quatscht so heiter vor sich hin, dass selbst ich ihn aufsuche, wenn mich mal was ärgert. Danach geht es mir wieder gut“, berichtet Buchwald.

Fotograf Walter ist unter anderem von Selina beeindruckt. „Die steht in ihrem Stehbrett und tanzt dabei rhythmisch“, hat der Künstler herausgefunden und räumt ein: „Es ist so, dass auch wir von diesen Kindern einiges lernen.“

Eine berührende Impression ist ihm auch von Denisa gelungen. Das schwer behinderte Mädchen lacht ihren Gitarre spielenden Betreuer mit voller Inbrunst an. Monika Helfer schreibt dazu: „Die kleine Dame/Mit der schicken Frisur/Und dem lackierten Fingernagel/Tanzt auf dem Luftkissen/Wie nur sie tanzen kann/Nur für Denisa/Spielt Stefan Gitarre.

Etwas Besonderes ist jedes der fotografierten Kinder genauso wie deren Betreuer. Ihre einzigartige Kommunikation ist der rote Faden der Ausstellung.