Vorderland und Feldkirch kooperieren beim Abfallsammeln

Vorarlberg / 17.10.2019 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das ASZ Vorderland befindet sich derzeit in Bau. Bis Ende November soll es fertig sein und im ersten Quartal 2020 den Betrieb aufnehmen. REGIO VORDERLAND

Feldkircher Stadtvertretung segnet Betriebskooperation ab. ASZ Vorderland wird von Feldkirch aus geführt.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch, Sulz Die Feldkircher Stadtvertretung hat eine schon länger geplante Betriebskooperation zwischen dem Altstoffsammelzentrum (ASZ) Feldkirch und Vorderland beschlossen. Vonseiten des Gemeindeverbands ASZ Vorderland lag ein entsprechender Beschluss bereits vor.

In Sulz wird derzeit intensiv am gemeinsamen Wertstoffsammelzentrum von 13 Vorderlandgemeinden gearbeitet, das bis Ende November fertiggestellt werden soll und Anfang 2020 den Betrieb aufnimmt. Es werden etwa vier Millionen Euro investiert, das ASZ wird rund 30.000 Bürgern aus der Region zur Verfügung stehen.

Feldkirch übernimmt Leitung

Dieses Sammelzentrum soll gemeinsam mit dem 2014 eröffneten ASZ Feldkirch von der Stadt Feldkirch betrieben werden. Damit sollen Synergien bei der Altstoffsammlung genutzt und so der Service für die gesamte Bevölkerung der Region weiter verbessert werden. Auch eine gemeinsame qualitative Weiterentwicklung wird angestrebt.

Die Stadt Feldkirch übernimmt durch die Kooperation die Leitung der Betriebe, vom Personalmanagement und der Lohnverrechnung über die Beratung der Kunden bis hin zur Koordination mit Behörden, Institutionen und dem Umweltverband Vorarlberg. Aber auch gemeinsame Ausschreibungen oder Betrieb und Wartung der Informationstechnik (Telefon, Server, Kassensysteme) sind Teil der Kooperation.

„Die Betriebskooperation ist ein ebenso großer Meilenstein wie der Bau des ASZ Vorderland selbst.“

Regiomanager Christoph Kirchengast

Regiomanager Christoph Kirchengast begrüßt die Zusammenarbeit: „Für mich ist diese Betriebskooperation  ein ebenso großer Meilenstein wie der Bau des ASZ Vorderland selbst. Meines Wissens gibt es in dieser Dimension und Konsequenz landes- und bundesweit keine vergleichbare regionale Zusammenarbeit im Bereich der Abfallbewirtschaftung. Es werden dadurch Fach- und Praxiswissen gebündelt und vielfältige Synergien genutzt. Am Ende profitieren die Bürger durch hochmoderne Serviceeinrichtungen und einen nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen.“

Auch Stadträtin Marlene Thalhammer, die für das ASZ Feldkirch politisch verantwortlich ist, freut sich über die Zusammenarbeit: „Diese Kooperation hat einen langen Vorlauf, wir freuen uns, jetzt beide Servicestellen vom Betriebsablauf her gemeinsam betreuen zu dürfen. Es ist ein tolles Angebot für die Bürger und führt hoffentlich zu einer noch besseren Abfallsortierung und gemeinsamen Vermarktung.“