Instrumentendieb gibt keinen Ton von sich

Vorarlberg / 18.10.2019 • 17:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Diebesgut erstreckte sich von Saxophonen bis hin zu Trompeten und Waldhörnern. VN
Das Diebesgut erstreckte sich von Saxophonen bis hin zu Trompeten und Waldhörnern. VN

Einbruch in Wolfurter Musikgeschäft geklärt, doch Tatverdächtiger schweigt über Verbleib der Beute.

Wolfurt Der Morgen des 15. April dieses Jahres begann für Paul Hinteregger, Inhaber des gleichnamigen Musikgeschäfts in Wolfurt, mit einer unangenehmen Überraschung: Er musste feststellen, dass in der Nacht eingebrochen worden war. Ein vorerst unbekannter Täter hatte sich Zugang in die Räumlichkeiten verschafft und sich aus dem umfangreichen Repertoire des Angebots bedient. Insgesamt 39 Musikinstrumente wurden gestohlen.

Querflöten, Klarinetten, Saxophone, Trompeten, Waldhörner und Panflöten im Wert von mehr als 121.000 Euro waren aus dem Geschäft verschwunden.

Doch umfangreiche Erhebungen, Spurensicherungen und andere Arbeiten am Tatort durch das Landeskriminalamt führten schließlich zur Ausforschung eines Tatverdächtigen. Es handelt sich um einen 30-jährigen Mann, allerdings wohnhaft in Rumänien. Dennoch wurde man seiner habhaft. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch stellte einen europäischen Haftbefehl aus, der am 1. August dieses Jahres in Rumänien vollzogen wurde. Ebenfalls auf Geheiß der Staatsanwaltschaft wurden Hausdurchsuchungen beim Verdächtigen vorgenommen. Neben Kollegen der rumänischen Polizei beteiligten sich auch zwei Beamte des Vorarlberger Landeskriminalamts und Mitarbeiter der österreichischen Verbindungsbüros in Rumänien an der Aktion.

Kein Diebesgut aufgefunden

Allerdings konnte dabei kein Diebesgut mehr sichergestellt werden. Der beschuldigte Rumäne, der sich mittlerweile in der Justizanstalt Feldkirch befindet, schweigt sich über den Verbleib der Instrumente aus. Aufgrund der durchgeführten Erhebungen ist davon auszugehen, dass der festgenommene Verdächtige auch in der Schweiz aktiv war. So sollen dort gleich drei Einbruchsdiebstähle in Musikgeschäfte auf sein Konto gehen. Derzeit sind im In- und Ausland Erhebungen zur Ausforschung von etwaigen Komplizen des Rumänen im Gange. Die hervorragende Zusammenarbeit mit ausländischen Dienststellen, insbesondere mit Kollegen aus Rumänien über die österreichische Verbindungsbeamtin, waren Grundlage für die Aufklärung der Straftat und die Durchführung der Hausdurchsuchungen in Rumänien.