Verfahren auf der Zielgeraden

Vorarlberg / 18.10.2019 • 18:31 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Umfahrung Alberschwende: Umweltbericht soll bald vorgelegt werden.

Alberschwende Im Juni 2018 ging man beim Land noch von einer acht- bis zehnmonatigen Bearbeitungszeit aus. Ganz so flott war man dann doch nicht. „Das sind normalen Verzögerungen. Wir haben keine Sonderrunden gedreht oder sonstige Sachen zusätzlich gemacht“, sagt Projektleiter Jörg Zimmermann. Statt Februar bzw. April 2019 soll der Umweltbericht zur geplanten Ortsumfahrung in Alberschwende nun bis Ende des Jahres fertiggestellt sein. In dieser Woche wurde der Gemeindevertretung ein Zwischenstand präsentiert.

Stichwort SUP. Im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung werden die Umweltauswirkungen von Planungen beschrieben und bewertet. Zentrales Element des Verfahrens ist der Umweltbericht. Im Fall von Alberschwende wurden Ende Jänner 2017 vier Korridore präsentiert, in denen insgesamt vier Umfahrungsvarianten möglich sind. Im Umweltbericht wird im Normalfall ein Korridor empfohlen. „Maximal gibt es die Empfehlung für einen zweiten“, erläutert Zimmermann. Je nach Korridor wären mehrere Varianten oder eine Kombination daraus möglich.

Keine Tendenz

Eine Tendenz gibt es laut Zimmermann derzeit noch nicht. Die Bewertung soll in den nächsten beiden Monaten erfolgen. Geplant sei, dass im ersten Quartal 2020 die öffentliche Auflage stattfindet. Die Beschlussfassung durch die Landesregierung steht im zweiten Quartal 2020 auf der Agenda. Wann die seit vielen Jahren diskutierte Umfahrung umgesetzt wird, steht derweil noch in den Sternen. Im  Jänner 2017 war von einem Baubeginn „in den nächsten zehn bis 20 Jahren“ die Rede. Zeitnaher könnte ein anderes Projekt Realität werden: Bürgermeisterin Angelika Schwarzmann (60) rechnet in rund sechs Wochen mit den Entwurfsplanungen für den Umbau der Kreuzung Müselbach, die ebenfalls Teil der „Verkehrslösung Alberschwende“ ist. Die Gefahrenstelle soll künftig per Ampel geregelt werden. Da die Straße nach Lingenau und die Genossenschaftsstraße nach Obermüselbach rund 15 Meter versetzt in die L 200 müden, muss dafür eine von beiden verlegt werden. „Ursprünglich war geplant, den Ast von Lingenau zu verlegen, aber das wäre zu aufwendig gewesen. Mittlerweile sind die Anrainern in Obermüselbach so weit, dass sie sagen, wenn es keine Verschlechterung gebe, dann können sie mit“, ergänzt Schwarzmann. vn-ger