So gut ist das neue E-Auto von Peugeot

Vorarlberg / 20.10.2019 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Erste VN-Testfahrt mit dem e-208. 300 Kilogramm wiegt die Batterie im Unterboden, aber aufs Fahrverhalten wirkt sie positiv. WERK

Peugeot bringt den neuen 208 sowohl mit herkömmlichen Antrieben als auch in einer Elektroversion auf den Markt.

Lissabon Frisch wie kaum ein anderer, rundum sportiv und mit einer Elektroversion, von der sich Peugeot sehr viel verspricht. Das Ganze auf einer neuen Plattform, die sich der 208 mit den Konzernbrüdern Citroen DS3 Crossback und Opel Corsa teilt. Dennoch kommt der kompakte Franzose völlig eigenständig daher. Fast wie ein Sportcoupé.

Die neue Linie ist das Ergebnis einer Längsstreckung um neun und einer Abflachung um drei Zentimeter. Mit dem neuen Design tritt die an sich eher konservativ gestaltende Marke Peugeot heraus aus jeglicher Beliebigkeit.

Der E-Motor leistet 100 kW/136 PS.

Das gilt auch für den Mut, die neue Plattform nicht nur für Benziner und Diesel zu verwenden, sondern auch für den e-208. Damit macht die Löwen-Marke einiges anders als manche Mitbewerber, die für den Einbau des Akkus und des E-Motors ein eigenes Karosseriekonzept für notwendig erachten. Peugeot schickt den 208 ohne spezielle E-Basis auf die Reise und schafft es dabei, das Raumangebot für die Passagiere und das Gepäck in allen Versionen gleich zu gestalten.

Flotter Elektriker

Der „Vollelektriker“ kommt zu einem Einstiegspreis ab 31.900 Euro (abzüglich Förderungen) im März 2020 auf den Markt. Der muntere E-Motor (100 Kilowatt/136 PS) entwickelt aus dem Stand heraus ein Drehmoment von 260 Nm. Im Sport-Modus gefahren, vergehen 8,1 Sekunden bis zur 100er-Marke. Schaut nicht nur dynamisch aus, der elektrische 208, er ist es auch in der Fahrpraxis.

Cockpit mit 3D-Kombiinstrument.
Cockpit mit 3D-Kombiinstrument.

Drei Fahrmodi stehen zur Wahl. Zudem zwei Einstellungen zum Bremsverhalten und damit zum Aufladen der Batterie. Der clevere e-208 kommt, so Peugeot, mit einer Akkuladung bis zu 340 Kilometer weit. Und das ohne wesentlichen Komfortverzicht.

Die Nachfrage, so Peugeot-Chef Jean-Philippe Imparato, übertrifft die Erwartungen bei weitem. Man rechnet aktuell, dass etwa 20 Prozent von den 300.000 Einheiten pro Jahr auf den (ausschließlich in der Slowakei gebauten) Elektro-208 entfallen werden.

Der Peugeot 208.
Der Peugeot 208.

Alle, Benziner, Diesel und e-208, sind in fünf Ausstattungslinien bereits zu ordern. Die Verbrenner stehen per Anfang November ab 15.800 Euro bei den Händlern.

3D im Cockpit

Neben einer Fülle von Assistenzsystemen brilliert das Cockpit des 208 durch ein höher ins Sichtfeld gerichtetes 3D-Kombiinstrument, laut Peugeot „einzigartig in der automobilen Welt“. Es dient der schnelleren Reaktion. Beeindruckend in der Fahrpraxis: der Komfort des Fahrwerks und seine exzellenten Eigenschaften unter allen Bedingungen, selbst mit der 300 Kilogramm schweren Batterie im Fahrzeugboden. VN/Franz Muhr

Peugeot 208

Motor/Antrieb 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner, 75, 101 und 131 PS; 1,5-Liter-Vierzylinder-Diesel, 102 PS; E-Motor 136 PS (100 kW), Sechsgang-Schaltgetriebe oder Achtgang-Wandlerautomatik

Preis ab 15.800 Euro (Verbrenner), 31.900 Euro (e-208)

Marktstart Anfang November, e-208 ab März 2020

Französisches Sänftenfeeling war einmal, ein heutiger Peugeot kommt mit gesunder Härte.