Weniger Passagiere für die Vorarlberg Lines

Vorarlberg / 23.10.2019 • 17:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Bregenzer Hafen ist vorerst herbstliche Ruhe eingekehrt. VN/HARTINGER

MS Oesterreich als Konkurrenz auf dem Bodensee.

bregenz Wie Phönix aus der Asche tauchte das Motorschiff Oesterreich im Frühjahr frisch auf Vordermann gebracht wieder auf dem Bodensee auf und kostete die Vorarlberg Lines prompt Kundschaft. Doch nicht allein die neue Konkurrenz sorgte für eine bislang eher durchwachsene Zwischenbilanz. Der nasskalte Mai, die verregneten Wochenenden im Juli sowie ein späterer Saisonstart sind laut Geschäftsführer Alexandro Rupp mitverantwortlich, dass um 13,5 Prozent weniger Passagiere über das Schwäbische Meer befördert wurden. Insgesamt nutzten im Zeitraum von April bis Mitte Oktober 474.658 Personen eines der sechs Schiffe der Flotte der Vorarlberg Lines. Ausgelassen haben offenbar auch die Radfahrer. Laut Resümee von Rupp fuhren um 22,3 Prozent weniger Räder auf den Kursschiffen mit. Deutlich erfreulicher fiel die Saison im vergangenen Jahr aus. Da gab es mit 560.440 Passagieren einen Zuwachs von immerhin drei Prozent.

Eigenfahrten als Bringer

Obwohl die Kursschifffahrt am vergangenen Sonntag den Betrieb eingestellt hat, ist das Arbeitsjahr für die Vorarlberg Lines noch nicht vorbei. Deshalb können die wöchentlichen Eigenfahrten das magere Ergebnis durchaus noch verbessern. Neben den Genussfahrten stehen auch Ausflüge zu den Weihnachtsmärkten in Konstanz und Lindau sowie die Nikolausfahrten Anfang Dezember mit der festlich geschmückten Vorarlberg hoch im Kurs. Am 5. April 2020 heißt es dann wieder für die Kursschiffe Leinen los.