Ein Drittel ist verhandelt

Vorarlberg / 24.10.2019 • 10:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Markus Wallner (rechts) und Johannes Rauch präsentierten einen Zwischenstand.

Koalitionsverhandlungen schreiten voran, Standort- und Klimafragen bisher im Mittelpunkt.

Bregenz Wenn Verhandlungspartner vor Medien treten, einigen sie sich zuvor auf ein sogenanntes Wording, also auf eine Botschaft, und wie sie vermittelt wird. ÖVP-Chef Markus Wallner und Grünen-Chef Johannes Rauch haben das am Mittwoch gemacht. Seit drei Tagen verhandeln sie über eine Fortsetzung der Koalition. Wallners Fazit am Mittwoch: „Wir haben ein Drittel geschafft.“ Rauch: „Dem kann ich zustimmen.“ Das Wording steht damit fest.

Dieses Zimmer ist seit Montag ständig besetzt...
Dieses Zimmer ist seit Montag ständig besetzt…

Details möchten beide nicht nennen. Man verhandle gerade über Landwirtschaft und Energiefragen. Welches Kapitel danach kommt, sei noch nicht festgelegt. „Zunächst sind wir die Themen mit den meisten möglichen Reibungspunkten angegangen, also Standort- und Klimafragen“, erläutert Wallner. Sei ehemaliger und baldiger Regierungspartner Rauch ergänzt: „Wir haben einen klaren Auftrag, das Klimathema ernst zu nehmen.“ Noch kein Thema sei abgeschlossen, aber klar sei: Wer die beiden Regierungsprogramme am Ende vergleiche, sehe deutliche Unterschiede.

...und zwar von den Verhandlungsteams von ÖVP (links) und Grüne.
…und zwar von den Verhandlungsteams von ÖVP (links) und Grüne.

Die beiden Parteichefs geben sich diese und nächste Woche Zeit, dann soll das Regierungsprogramm stehen. Das Personal möchte man am Schluss besprechen, auch die Ressortverteilung sei noch kein Thema; auch nicht, ob Raumplanung und Wirtschaft getrennt oder ob Sport und Kultur getauscht werden. Nach der zehnminütigen Pressekonferenz verschwinden Wallner und Rauch wieder ins Verhandlungszimmer, wo der Rest der Teams in der Zwischenzeit mit dem zweiten Drittel weitergemacht hat.