200 Millionen Euro in 20 Jahren investiert

Vorarlberg / 27.10.2019 • 17:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ausweichschule Fischbach kostete 16 Prozent weniger als vorgesehen. RHA
Ausweichschule Fischbach kostete 16 Prozent weniger als vorgesehen. RHA

Vizebgm. Ruepp legt Bilanz über städtische Großprojekte vor.

Dornbirn Als vor 20 Jahren die Kosten für die Eishalle auf dem Messegelände regelrecht explodierten, läuteten im Rathaus die Alarmglocken. Es wurde beschlossen, die Ausgaben für sämtliche Großprojekte genau im Blick zu behalten. Oberster Kontrolleur wurde Vizebürgermeister Martin Ruepp. Jetzt legte er eine Bilanz seiner Tätigkeit vor.

„Wenn es früher bei Großprojekten zu Überschreitungen der Kosten, zu Unstimmigkeiten oder Zeitverzögerungen gekommen ist, war der Grund fast immer bei der fehlenden, klaren Verantwortung zu suchen“, begründet Ruepp seine Ernennung zum Stadtrat für Projektmanagement vor fast genau 20 Jahren. Als Vorsitzender einer Steuerungsgruppe, in der jede politische Fraktion vertreten war, war es ihm wichtig, alle in die Entscheidungen einzubinden. Das hat funktioniert, betont Ruepp: „Alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.“ Seine rechte Hand war DI Peter Haas, der vor wenigen Tagen in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Er war von Anfang an mit dabei und hat vor allem die Art der Kostenkontrolle und -verfolgung höchst professionell entwickelt und umgesetzt“, würdigt Ruepp das Engagement des langjährigen Mitarbeiters in der Stadtplanung.

Lange Liste

Unter der Aufsicht von Ruepp und seinem Team wurden in den vergangenen zwei Jahrzehnten allein in städtische Großprojekte exakt 201,7 Millionen Euro investiert.  In 17 von 20 Fällen lag die Endabrechnung unter dem prognostizierten Kostenrahmen, auch weil Sonderwünsche nicht erfüllt oder Abstriche gemacht wurden, wie beim Neubau des Campingplatzes. Insgesamt wurden, wenn man alle 20 Projekte berücksichtigt, 3,5 Millionen eingespart. Um 16 Prozent weniger als vorgesehen kostete z. B. die Ausweichschule Fischbach, beim Zu- und Umbau des Kindergartens Kastenlangen wurden 3,5 Prozent eingespart. Unter den drei Ausreißern befindet sich der Umbau der Volksschule Wallenmahd, der um rund 5,5 Prozent teurer als vorgesehen wurde. Um jeweils rund ein Prozent erhöhten sich die Kosten für die inatura und den Kindergarten Marktstraße. Offenbar bewegen sich auch bei den beiden aktuellsten Bauprojekten – die Erweiterung des OP-Traktes im Stadtspital und der Neubau der Polizeizentrale beim Bahnhof – die prognostizierten Kosten im vorgesehenen Rahmen. RHA

Für die Stadtgarage wurden 8,2 anstatt wie geplant 8,8 Millionen Euro ausgegeben.
Für die Stadtgarage wurden 8,2 anstatt wie geplant 8,8 Millionen Euro ausgegeben.