Das Masern-Virus schlägt zurück

Vorarlberg / 01.11.2019 • 18:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Es ist jederzeit möglich, diese Impfung nachzuholen.

Bregenz Schutzimpfungen gehören bekanntermaßen zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Damit sie wirksam sind, braucht es allerdings eine gewisse Durchimpfungsrate innerhalb der Bevölkerung. Bei Masern wären dies 95 Prozent. Doch Impfskepsis und Impfmüdigkeit haben diese Rate sinken lassen. Als Folge davon sind die ausgestorben geglaubten Masern wieder zurückgekehrt. Europa-, aber auch weltweit steigt die Zahl der Masernfälle. Immer wieder weist auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die besorgniserregende Entwicklung hin. Schließlich handelt es sich bei den Masern um eine hochansteckende Infektionskrankheit.

Im Impfplan enthalten

„Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Eine Maserninfektion schwächt das Immunsystem für lange Zeit und kann zu Mittelohr,- Lungen- oder Gehirnhautentzündung führen. Masern können aber durch konsequentes Impfen ausgerottet werden“, betont Joachim Mohr von der St.-Gebhard-Apotheke in Bregenz. Eine hohe Durchimpfungsrate wäre, betont der Pharmazeut, auch deshalb wichtig, weil es vor allem (Mit-)Menschen hilft, die nicht geimpft werden können, etwa weil sie zu jung sind oder ein schwaches Immunsystem haben.

Auch in Österreich kommt es wegen sinkender Durchimpfung immer wieder zu Masernausbrüchen. Umso wichtiger ist der Impfschutz. Es ist jederzeit möglich, diese Impfung nachzuholen, selbst im Erwachsenenalter. Die Masernimpfung ist zudem Bestandteil des Österreichischen Impfplans. Bei Masern, deren Auslöser das Masernvirus ist, handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch Tröpfchen übertragen wird. Typisch sind am ganzen Körper auftretende roten Hautflecken. Dazu kommen Fieber und ein schlechter Allgemeinzustand. Die erste Impfung sollte im Alter von 11 bis 14 Monaten und die zweite im Alter von 15 bis 23 Monaten durchgeführt werden. Die zweite Impfung ist keine Auffrischungsimpfung, sondern wichtig für einen kompletten Impfschutz. Masern sind eine meldepflichtige Erkrankung. VN-MM

„Eine hohe Durchimpfungsrate hilft Menschen, die nicht geimpft werden können.“

Lesen Sie im siebten Teil am kommenden Samstag: Impfskepsis und Impfmüdigkeit