Statthalterin statt Statthalter

Vorarlberg / 01.11.2019 • 18:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Barbara Schöbi-Fink soll Wallners Stellvertreterin werden und damit Karlheinz Rüdisser beerben. VN/Lerch
Barbara Schöbi-Fink soll Wallners Stellvertreterin werden und damit Karlheinz Rüdisser beerben. VN/Lerch

Schwarzes Postenkarussell Nicht nur die Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP-Chef Markus Wallner (52) und Grünen-Sprecher Johannes Rauch (60) befinden sich im Finale, auch die Landesstatthalter-Entscheidung dürfte gefallen sein. Erstmals in der Geschichte wird am kommenden Mittwoch eine Frau zur Statthalterin und Wallners Stellvertreterin gewählt: Bildungslandesrätin Barbara Schöbi-Fink (58) dürfte das Rennen machen. Die Entscheidung, wer Landtagsvizepräsident wird, ist hingegen noch offen. „Es gibt zwei Lager“, heißt es im Hinblick auf die Abstimmung zwischen der Montafonerin Monika Vonier (39) und dem Dornbirner Thomas Winsauer (40) im VP-Landesparteivorstand am Montag. Während die Schwarzen im Vorarlberger Süden für Vonier sind, spricht man sich im Norden für Winsauer aus.

 

Grünes Postenkarussell Auch bei den Grünen wird gewählt: Der Sitz im Bundesrat ist heiß begehrt. Sechs Personen rittern um den Posten in Wien. Es bewerben sich zum Beispiel der ehemalige Klubobmann Adi Gross (57) und der frühere Landesgeschäftsführer Mario Lechner (52). Auch die Innsbrucker Gras-Spitzenkandidatin bei der ÖH-Wahl, Elisabeth Ebli (22), sowie der Sprecher der Grünen Wirtschaft Vorarlberg, Christoph Hiebl (51), möchten nach Wien. Zudem kandidieren Judith Wellmann (48) von den Lochauer Grünen und Eberhard Demelius (58) von den Grünen in Dornbirn. Am Montag wählt die Landesversammlung den neuen Bundesrat. Dort wird auch enschieden, ob Sandra Schoch (48) oder Vahide Aydin (51) Landtagsvizepräsidentin wird.

 

Post für Söder Der ehemalige Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach (63) meldet sich selten zu Wort. Diesmal konnte er nicht stillhalten. „Obwohl ich mich zu aktuellen Themen zurückhaltend, um nicht zu sagen abstinent verhalte, schreibe ich aus besonderen Gründen diesen Brief.“ Empfänger: Markus Söder (52), Ministerpräsident in Bayern. Dieser hat als Reaktion auf die Tiroler Fahrverbote seine Landsleute aufgefordert, ihren Skiurlaub besser in Bayern zu verbringen. „Das kann und will ich nicht unkommentiert lassen“, schreibt Gorbach. Er habe 2004 den Staatsvertrag für den Brenner-Basistunnel unterzeichnet, der Norditalien, Tirol und Süddeutschland entlasten solle. Doch es sei klar, „dass die planmäßige Inbetriebnahme 2028 wohl ohne fertiggestellte Zulaufstrecken erfolgen wird müssen“. Bayern müsse diese nun rasch bauen „sonst stellt der Tunnel nur eine halbe Lösung dar“. Dies schreibe er nicht als Expolitiker oder Aufsichtsrat des Brenner-Basistunnels, sondern als „gut informierter und an verkehrspolitischen Abläufen sehr interessierter EU-Bürger“.

„Ich war nicht immer so ruhig, wie es vielleicht gewirkt hat. Ich war zeitweise sogar ziemlich sauer.“Bundespräsident Alexander Van der Bellen über das Ibiza-Video und dessen Folgen.

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„Wer sich heute freiwillig in diesen politischen Hass-Pott begibt, muss einen Vogel haben.“Strache-Berater Harald Fischldenkt nicht daran, eine eigene Strache-Liste finanziell zu unterstützen.

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Strache-Berater Harald Fischl

denkt nicht daran, eine eigene Strache-Liste finanziell zu unterstützen.

„Wir in Vorarlberg sind viel offener, liberaler und toleranter, als es von außen den Anschein hat.“Dornbirns Bürgermeisterin Andrea Kaufmann im VN-Interview über Frauen in der Politik.

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