Wenn die ganze Nacht zum Tag wird

Vorarlberg / 03.11.2019 • 17:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In der Ausstellung „Helle Not“ wird Lichtverschmutzung thematisiert. vn/steurer
In der Ausstellung „Helle Not“ wird Lichtverschmutzung thematisiert. vn/steurer

FRASTANZ Der Mensch bringt gern Licht ins Dunkel. Aber zu viel Kunstlicht schadet oft. Nicht nur nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, auch der Mensch und ganze Ökosysteme sind dem Tag-Nacht-Rhythmus angepasst. Über die vielen negativen Auswirkungen der Lichtverschmutzung informiert die erhellende Wanderausstellung „Helle Not“ der Tiroler Umweltschutzanwaltschaft.

Lichtstress schadet

Nachdem Thomas Edison 1879 die Glühbirne erfunden hatte, verlor das Sonnenlicht als bestimmender Faktor für Ruhe- und Wachzeiten schnell an Bedeutung. Heute leben die Menschen, speziell im Schichtbetrieb, oft gegen ihren biologischen Rhythmus, doch die innere Uhr bleibt weiter auf den seit jeher bestehenden Tag-Nacht-Rhythmus eingestellt. Dieser wird durch das Hormon Melatonin gesteuert, welches für einen gesunden Schlaf und ein ausgeglichenes Immunsystem sorgt und zudem krebshemmend wirken soll.

Sparsamer Umgang

„Die Wanderausstellung Helle Not soll für das wichtige Thema Lichtverschmutzung sensibilisieren. Verschwenderischer Umgang mit Leuchtmitteln hat negative Folgen für Mensch und Natur“, erläutert Stefan Pircher vom Gemeindeamt. Im Zuge des e5-Programms unternehme die Marktgemeinde laufend Schritte, die Lichtverschmutzung zu reduzieren, wie beispielsweise durch LED-Beleuchtungen an den Fahrradwegen. HE

Die Wanderausstellung „Helle Not“ ist noch bis 7. November während der Öffnungszeiten der Bürgerservicestelle im zweiten Stock des Gemeindeamts Frastanz zu bewundern.