Dafinser Gasthausprojekt steht vor dem Aus

Vorarlberg / 04.11.2019 • 18:06 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Trotz ehrenamtlichen Engagements eines Vereins: Die Krone in Dafins steht vor dem endgültigen Aus. Dabei schätzen die Vorderländer die Wirtshauskultur. egle
Trotz ehrenamtlichen Engagements eines Vereins: Die Krone in Dafins steht vor dem endgültigen Aus. Dabei schätzen die Vorderländer die Wirtshauskultur. egle

Vorderländer schätzen Gasthauskultur, aber weiterer Betrieb schließt.

Zwischenwasser Die Vorderländer lieben ihre Gasthäuser und die damit verbundene Kultur. Das sieht man auch bei der derzeit laufenden VN-Regionalumfrage. Über 85 Prozent der Teilnehmer sprechen sich hierbei für den Erhalt der Wirtshauskultur und den damit verbundenen neuen Initiativen oder kreativen Lösungen aus. Gleichzeitig schließt ein Betrieb nach dem anderen die Pforten, so etwa der Adler in Klaus im Sommer.

Um das Gasthaus zu erhalten, setzte man in Dafins 2016 eine lokale Initiative. Nachdem der Pächter der Krone aufgeben musste, kaufte die Gemeinde Zwischenwasser das Gasthaus. Gleichzeitig wurde der Verein „Üsere Krona“ mit Obfrau Claudia Marte gegründet. Zwar konnte der auf ehrenamtlicher Basis agierende Verein nicht vollständige Öffnungszeiten anbieten, dafür war aber am Sonntag der Stammtisch und am Montag – abgestimmt mit den Vereinen – das Gasthaus zumindest teilweise geöffnet. Auf Anfrage waren auch Geburtstagsfeiern, Beerdigungen oder Hochzeiten in Zusammenarbeit mit einem Caterer möglich.

Jetzt droht das Aus. Obfrau Marte steckt in einer Zwickmühle. Alle Vereinsmitglieder gehen einer regulären Beschäftigung nach, der normale Wochenendbetrieb ist damit vereinbar. Der Veranstaltungsbetrieb ist dabei finanziell unabdingbar, aber zeitlich nicht mehr zu bewältigen. „Obwohl wir ein Verein sind, werden wir vom Finanzamt wie ein Unternehmen behandelt“, erklärt Marte. Es läuft alles auf eine Schließung hinaus. Bürgermeister Kilian Tschabrun glaubt, dass sich die Pächtersuche mühsam gestalten würde, da vor allem die Küche saniert werden müsste. Tschabrun und Marte hoffen darauf, zumindest den Veranstaltungsbetrieb aufrechterhalten zu können.

Das Thema, das vielen unter den Fingern brennt, gewinnt weiter an Brisanz. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Dem Vernehmen nach hat man in Fraxern wieder einen Pächter für die Waldrast gefunden. CEG

„Es tut mir im Herzen weh, so ganz will ich an eine Schließung noch nicht glauben.“