Nach Streit mit Buben: Tod durch Herzattacke

Vorarlberg / 04.11.2019 • 22:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Samstag erlitt ein Mann auf der Gastra eine tödliche Herzattacke. Werner
Am Samstag erlitt ein Mann auf der Gastra eine tödliche Herzattacke. Werner

69-Jähriger mit Spielzeugpistole bedroht. Er stirbt auf der Gastra.

Rankweil Ein 69-jähriger Mann ist am vergangenen Samstag in Rankweil nach einer Auseinandersetzung mit zwei Buben im Alter von zwölf und 13 Jahren gestorben. Laut Polizei dürfte er einen Herzinfarkt erlitten haben. Zunächst hatten die Buben den 69-Jährigen mit einer Spielzeugpistole bedroht, anschließend warf der Mann mit einem Stein und zwei Holzstöcken nach ihnen. Unklar blieb, ob der Mann erkannte, dass es sich um keine echte Waffe gehandelt hatte. Somit war offen, ob er den Stein und die Äste bei der Konfrontation beim Fußballplatz Gastra aus Angst oder aus Wut schleuderte. Jedenfalls verfehlte der 69-Jährige die Buben, die ihrerseits den Stein und die Holzstücke in die Richtung des Mannes zurückwarfen. Der Mann brach daraufhin zusammen, andere Kinder riefen die Polizei. Die Buben dürften den Mann nicht getroffen haben. „Die Leiche wies keine Verletzungen auf“, sagte Polizeisprecher Horst Spitzhofer der APA.

Vielmehr dürfte für den Mann die Aufregung zu viel gewesen sein. Der 69-Jährige sei herzkrank gewesen, ihm waren schon mehrere Stents eingesetzt worden, fährt Spitzhofer fort, also Implantate, die die Herzgefäße offen halten. Der Mann starb noch am Fußballplatz.

Zur Klärung der Todesursache hat die Staatsanwaltschaft eine Obduktion angeordnet. Die beiden Buben warteten das Eintreffen der Polizei in unmittelbarer Nähe ab und schilderten den Beamten das Geschehen. Bei der Spielzeugpistole soll es sich um einen Faschingsartikel gehandelt haben, der auf den ersten Blick ziemlich echt ausgesehen habe, heißt es aus Polizeikreisen. Demnach waren die beiden Buben amtsbekannt.

Details wollte man offiziell nicht bestätigen. Die Landespolizei erklärte auf VN-Anfrage, heute weitere Ermittlungsergebnisse zu präsentieren. Unabhängig von einer möglichen Schuldfrage können die beiden Buben strafrechtlich nicht zur Verantwortung gezogen werden. Sie sind noch nicht strafmündig.