Neue Bahnverbindungen ohne Umsteigen

Vorarlberg / 04.11.2019 • 18:10 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der provisorische Bahnsteig Süd beim Bahnhof Hard bleibt bis September 2020 bestehen.  ajk
Der provisorische Bahnsteig Süd beim Bahnhof Hard bleibt bis September 2020 bestehen.  ajk

Bahnsteigwechsel in Hard, kürzere Fahrzeit Bregenz–St. Gallen.

Hard Bei der VN-Regionalumfrage gaben im Gebiet Hofsteig 174 von 204 Teilnehmern an, dass für sie der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs besonders wichtig sei. Neues tut sich hier derzeit in Hard. Die Arbeiten zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen Bregenz und Lustenau laufen bereits auf Hochtouren. Inzwischen ist der provisorische Bahnsteig bei der Haltestelle Hard-Fußach in Betrieb.

Umfangreicher Ausbau

Weil die kurze Bahnstrecke zwischen Hard und Lauterach West zweigleisig ausgebaut wird, sind umfangreiche Umbauten erforderlich. Hard erhält eine neue Haltestelle, neu gebaut wird auch in Lauterach West. Dort steht künftig die längst vorhandene Bahntrasse Süd Richtung Dornbirn auch für den Personennahverkehr zur Verfügung. Das macht Bahnverbindungen zwischen Lustenau und Dornbirn ohne Umsteigen möglich.

Kürzere Fahrzeiten

Künftig wird auch die Zugfahrt zwischen Bregenz und St. Gallen um rund 18 Minuten auf 30 Minuten reduziert. Im Regionalverkehr St. Margrethen-Bregenz sind die Züge künftig im Halbstundentakt unterwegs, für den Fernverkehr zwischen Zürich und München über Bregenz ist ein Zweistundentakt möglich.

In Hard wurden die alten Stummelgleise abgebaut, die einst über Jahrzehnte zu den Lagerbaracken am Bahngelände geführt hatten. Auch das alte Bahnhofsgebäude muss weichen, sobald die neue barrierefreie Haltestelle mit großzügiger Unterführung und Liftzugang errichtet ist.

Provisorischer Bahnsteig

Vorläufig müssen Bahnkunden aus Richtung Dorf die vorhandene Unterführung nutzen, um den provisorischen Bahnsteig am Falkenweg hinter dem Krippenbauverein und dem Roten Kreuz zu erreichen. Dort sind ausreichende Beleuchtung sowie Lautsprecheranlagen für Durchsagen installiert.

Verschiedene Umstellungen gibt es in Hard auch bei der Rotachunterführung im Verlauf der Mühlestraße. Für das zweite Gleis muss die Unterführung umgebaut werden. Das erfordert die Absicherung gegen den Grundwasserdruck.

Wasser über Notverbund

Zusätzlich erhalten die Harder für einige Zeit ihr Trinkwasser über die vorhandenen Notverbundleitungen nach Lauterach sowie Bregenz. Wegen der Gleisbauarbeiten muss das neue Wasserwerk bei der Mittelweiherburg für einige Zeit stillgelegt werden. Die anfallenden Kosten werden den ÖBB verrechnet. AJK

Richtung Lauterach wird die Bahntrasse derzeit zweigleisig ausgebaut.
Richtung Lauterach wird die Bahntrasse derzeit zweigleisig ausgebaut.