Ein Eckpfeiler für die Feldkircher Neustadt

Vorarlberg / 05.11.2019 • 16:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Wo heute in einer Lücke eine schmale Straße zum Schloßgraben führt, soll in wenigen Jahren ein neues Wohn- und Geschäftshaus stehen. VN/SCHWEIGKOFLER

Anstelle der kleinen Marokkanerstraße soll ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Damit bekäme die Feldkircher Neustadt einen eigenen Platz.

Gernot Schweigkofler

Feldkirch Ohne große Diskussion wurde unlängst in der Feldkircher Stadtvertretung ein Grundstückstausch abgewickelt. Dadurch erhält die Stadt Flächen unterhalb der Schattenburg und im Gegenzug geht eine Straßenfläche im Bereich der Marokkanerstraße an die andere Partei. Diese Grundstücke sind im Besitz der AJM GmbH, deren Gesellschafter und Geschäftsführer Manfred Rädler ist. Rädler plant hier eine Überbauung der heutigen Marokkanergasse. Diese verbindet den Schloßgraben mit der Neustadt. Aktuell gibt es kein Haus mit einer Hausnummer in der Marokkanergasse, und mit der Schaffung der Fußgängerzone gibt es hier auch nur noch vereinzelt Verkehr.

Der Blick vom Schloßgraben: hier soll gebaut werden, eine Feuerwehrzufahrt soll aber auch weiterhin möglich bleiben. VN/Schweigkofler
Der Blick vom Schloßgraben: hier soll gebaut werden, eine Feuerwehrzufahrt soll aber auch weiterhin möglich bleiben. VN/Schweigkofler

Wie Rädler den VN bestätigt, soll in der Straße zwischen den Gebäuden Neustadt 27 (Müller Optik) und Neustadt 35 (Adis Bar) ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Er ist überzeugt, dass das viele Vorteile mit sich bringen würde. Zum einen würde die Fußgängerzone vom Straßenlärm des Schloßgrabens abgeschirmt, zum anderen würde es der Neustadt einen schönen Abschluss in Form eines geschlossenen Platzes bringen. Nachdem der Tausch mit der Stadt abgewickelt ist, gehe es jetzt an die Planung. Er werde mit den Nachbarn und dem Gestaltungsbeirat der Stadt reden, erklärt Rädler. Für die Stadt ist beispielsweise eine Feuerwehrzufahrt oder auch eine Integration der Tunneltechnikzentrale des Schattenburgtunnels ein Thema, erklärt Bürgermeister Wolfgang Matt. Eine Torlösung wäre eine Möglichkeit.

Dass im kommenden Herbst die Neustadt für Kanalarbeiten aufgegraben wird, ist für Rädler ein geschickter Zeitpunkt für den Baubeginn. So könne man sich absprechen. Er geht davon aus, dass sein Projekt im Anschluss an diese Arbeiten, aber möglicherweise noch vor der Gestaltung der neuen Oberfläche der Neustadt erfolgen könnte. Damit sei eine gute Abstimmung der Projekte möglich.