Freispruch im Zweifel nach Angriff auf Edi 2000

Vorarlberg / 05.11.2019 • 22:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch Am 17. Oktober wurde der Lustenauer Maler und Zauberer mit dem Pseudonym Edi 2000 vom Bruder des mutmaßlichen Mörders Soner Ö. in seinem Atelier aufgesucht und dabei angeblich bedroht (die VN berichteten exklusiv).

Es kam zur Festnahme des 33-jährigen türkischen Staatsbürgers und zu einer Anklage der Staatsanwaltschaft Feldkirch wegen schwerer Nötigung. Das Lustenauer Opfer hatte vor Gericht zu Protokoll gegeben, dass ihn der Angeklagte mit den Worten „Ich mach mit dir das Gleiche wie mein Bruder in der BH Dornbirn“ bedroht habe. Der Beschuldigte selbst hingegen bestritt den Tatvorwurf. Er habe dem Lustenauer lediglich Handyladekabel verkaufen wollen und ihm im Streitgespräch Respektlosigkeit vorgeworfen. Der Strafrichter stellte bei der Verhandlung widersprüchliche Angaben seitens des Opfers und einer Zeugin fest und betonte, dass er nicht mit der für einen Schuldspruch erforderlichen Sicherheit davon überzeugt sei, dass die Drohung tatsächlich geäußert worden sei. Er fällte einen Zweispruch im Zweifel, der Türke wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.