Auch KMU im Visier von Internet-Kriminellen

Vorarlberg / 07.11.2019 • 19:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zahlreiche Interessierte waren gekommen, um sich über die Gefahren für KMU aus dem Internet zu informieren. Stadt
Zahlreiche Interessierte waren gekommen, um sich über die Gefahren für KMU aus dem Internet zu informieren. Stadt

Experten gaben kleinen und mittelständischen Unternehmen Tipps.

Dornbirn Neben großen Konzernen sind vielfach auch Klein- und Mittelunternehmen (KMU) Opfer von Cyber Crime, das sind Angriffe auf die Unternehmen über das Internet. Dabei gehen sie davon aus, dass KMU-Unternehmen weniger Ressourcen einsetzen können, um sich vor solchen Angriffen zu schützen. Welche Möglichkeiten für eine Abwehr solcher Attacken bestehen, darüber informierten der Wirtschaftspädagoge Andreas Gröbl sowie Andreas Gantner vom Landeskriminalamt Vorarlberg beim jüngsten KMU-Treff in Dornbirn, zu dem neben der Stadt auch das Standort- und Gründerzentrum und die Dornbirner Sparkasse eingeladen hatten.

Faktor Mensch

Neben einer möglichen Anfälligkeit der technischen Anlagen für Cyberattacken ist es immer auch der Faktor Mensch, der unabsichtlich die Türen für solche Angriffe öffnet. Wie ein solcher Angriff auf ein Unternehmen aussehen könnte, demonstrierte Wirtschaftspädagoge und IT-Moderator Andreas Gröbl anhand eines „Live-Hacks“. In einer spannenden Live-Demo zeigte er auf, mit welch einfachen Mitteln Cyberkriminelle ihre Opfer manipulieren und schädigen. Vom Passworthacken bis zum Eindringen in fremde Wohnungen via Internet reichte die Palette. Andreas Gröbl ist Wirtschaftspädagoge und sorgt als IT-Moderator seit rund zehn Jahren in ganz Österreich für mehr Bewusstsein in Sachen Cyber Security. Zu seinen Auftraggebern zählen Ministerien, Interessensverbände ebenso wie IT-Konzerne, Banken und KMUs. 

LKA-Experte informiert

Andreas Gantner ist beim Landeskriminalamt Vorarlberg tätig und seit 2012 Leiter des Ermittlungsbereichs Betrug, in welchem die Bearbeitung von Cyber-Crime-Delikten mittlerweile zum Berufsalltag gehört. Neben den eigentlichen Ermittlungsmaßnahmen legt die Kriminalpolizei in diesem Deliktsbereich besonderes Augenmerk auf Präventionsmaßnahmen, und zwar mit Informationen zu den Risiken im Internet, mit Tipps zu technischen Schutzmaßnahmen und mittels Sensibilisierung für die Wichtigkeit des Faktors Mensch bei Cyber-Crime-Delikten.

Mehrwert für Unternehmen

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, die ebenfalls anwesend war, erläutert: „Die regelmäßigen Treffen mit den Klein- und Mittelbetrieben bieten die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und gegenseitig neue Impulse zu geben.“ Mit Vorträgen zu aktuellen Fragen und Entwicklungen möchten die Veranstalter den Unternehmen zudem einen Mehrwert bieten. Als besonderes Highlight dieses KMU-Treffs galt ein „Live-Hack“, der aufzeigen sollte, mit welchen einfachen Mitteln Cyberkriminelle ihre Opfer manipulieren.