Dorflädele Blons feiert 10-jähriges Bestehen

Vorarlberg / 07.11.2019 • 15:30 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Zum 10-jährigen Jubiläum des Dorflädeles in Blons erwarten die Kunden am Freitag, 8. November, ab 16 Uhr jede Menge Angebote und Rabatte. VN/JS

Seit einem Jahrzehnt zeichnet die Sennereigenossenschaft Thüringerberg für den Tante Emma Laden in Blons verantwortlich.

BLONS Ein Läuten begleitet das Betreten des Blonser Dorflädele. Während Claudia draußen mit dem Reinigen der Schaufenster beschäftigt ist, füllt Maria im Geschäft die Regale fein säuberlich auf. Das Regional-Regal ist bereits schön ins Szene gesetzt, die Schnäppchenecke davor wird von ihr mit den neuesten Angeboten aufgefüllt und in der Frischetheke sind die bäuerlichen Produkte sorgfältig sortiert.

Im Dorfkern integriert

Vor zehn Jahren hat die Sennereigenossenschaft Thüringerberg den Dorfladen übernommen. Dieser war im Zuge des Neubaus des Gemeindezentrums im Jahr 2004 am heutigen Standort entstanden. Neben dem Laden sich auch die Bankfiliale und die Volksschule im gleichen Gebäude untergebracht. Gegenüber befinden sich Gemeindeamt, Bibliothek und Dorfgasthaus. Auf der anderen Seite steht die Mittelschule.

„Hildegard Burtscher war die treibende Kraft hinter der Übernahme des Dorfladens“, sagt Geschäftsführer Othmar Bickel. Seitens der Sennereigenossenschaft war man auf der Suche nach einer Möglichkeit, die eigenen Käseprodukte an den Mann zu bringen und selbst zu verkaufen. Da der drei Jahre zuvor installierte Landen in Thüringerberg gut angenommen wurde, entschloss man sich zur Übernahme des Blonser Lädeles, dem in absehbarer Zeit die Schließung drohte.

Regionale Produkte

Auf einer Verkaufsfläche von 110 Quadratmetern werden heute rund 1000 verschiedene Produkte angeboten. ADEG steht als Handelskette dahinter. Besonders gut angenommen wird von den Kunden insbesondere das Angebot an regionalen Erzeugnissen, weiß Othmar Bickel. „Die Nachfrage ist riesig und derzeit größer als das Angebot“, führt er aus. „Wir haben das Glück, dass im Ort das Bewusstsein vorherrscht, dass der Laden wichtig ist. Ohne Förderungen des Landes aber auch der Gemeinde, die uns die Miete sowie die Betriebskosten erstattet, wäre es aber unmöglich das Geschäft zu halten“, macht Bickel deutlich. „Ein weiterer Erfolgsfaktor ist das Personal“, ergänzt er. „Es trägt entscheidend dazu bei, dass sich die Leute wohl fühlen und wiederkommen.“

Wichtiger Treffpunkt

Apropos wiederkommen: Da plötzlich war es wieder, dieses unverkennbare Läuten. „Hallo Andrea“, „Guten Morgen Maria“ klingt es kurz darauf zwischen den Regalen. Man kennt sich, ist per du. „Es ist nicht selbstverständlich, dass wir einen Laden im Ort haben“, sagt Maria Ganahl als Vorsitzende des Nahversorgungsausschusses der Gemeinde. „Für das Dorf ist ein Laden als Infrastruktur aber sehr wichtig. Es ist ein wichtiger Treffpunkt“, führt sie weiter aus.

Gutschein-Aktion

Zum runden Jubiläum unterstreicht die Gemeinde ihre positive Haltung gegenüber dem Dorfladen indem sie einen 5 Euro Gutschein an jeden Haushalt verteilt hat. „Es geht auch darum, den Leuten im Ort den Dorfladen immer wieder ins Bewusstsein zu rufen“, sagt Ganahl.

Die Öffnungszeiten sind an jene der Bank gekoppelt und auch die Bibliothek orientiert sich an den Geschäftszeiten. Den größten Zulauf hat das Geschäft in den Morgenstunden und am Samstagvormittag. „Da ist der Laden auch mit zwei Verkäuferinnen besetzt“, merkt Bickel an. Für die Zukunft hofft der Geschäftsführer, dass „die Zufriedenheit im Dorf so bleibt“. Auch wolle man künftig noch mehr regionale Produkte in den Laden bringen. Nachhaltigkeit, Wertschöpfung im Tal und besserer Ertrag aufgrund des Wegfalls eines Zwischenhändlers sind die Beweggründe dafür. Und da ist es wieder das Läuten. Mit einem vollen Einkaufskorb und einem Lachen im Gesicht macht sich die Kundin auf den Heimweg. „Tschüs Maria, bis zum nächsten Mal.“