St. Gallenkirch und Gaschurn realisieren Ganztagesstandort

Vorarlberg / 08.11.2019 • 14:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Freuen sich über die Kooperation: Direktorin Melanie Jenny (VS Gortipohl), Direktorin Waltraud Tschofen (VMS Innermontafon), Bürgermeister Martin Netzer (Gaschurn), Vizebürgermeisterin Ruth Tschofen (Gaschurn) sowie Geschäftsführerin Natalie Zuderell (EKIZ Montafon), Leiterin Anna Faust (Kindergarten Gortipohl) und Bürgermeister Josef Lechthaler (St. Gallenkirch). MEZNAR

Gortipohl als Zentrum der Kinderbetruung.

Gortipohl Das Montafon setzt seinen Weg in der Kinder- und Schülerbetreuung weiter konsequent fort. So konnte die Kapazität in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt werden. Mit dem neuen Ganztagesstandort Hochmontafon haben die beiden Gemeinden Gaschurn und St. Gallenkirch jetzt weitere Maßstäbe gesetzt. Dabei werden Kinder von 0,5 Jahren bis zum Ende der Mittelschule an einem einzigen Standort ganztägig und durchgehend betreut. Somit wurde der erste Ganztagesstandort, der am selben Platz alle Altersstufen abdeckt, im Tal realisiert.

Kindergartenumbau

„Ein gutes Angebot in der Kinderbetreuung ist wichtig, um verschiedene Familienmodelle zu ermöglichen“, betonen die beiden Bürgermeister Josef Lechthaler (St. Gallenkirch) und Martin Netzer (Gaschurn). Im Zuge des talschaftsweiten Prozesses „Familienfreundliches Montafon“ wurde in den vergangenen Jahren intensiv am Ausbau der Kinder- und Schülerbetreuung gearbeitet. Mit der Eröffnung des Eltern-Kind-Zentrums (EKIZ) im September 2018 in Gortipohl wurde mit einer Investitionssumme von rund 300.000 Euro der zweite regionale Schwerpunktstandort im Montafon bereits im Vorjahr realisiert. Heuer wurde ebendort der Kindergarten umgebaut und auf einen Ganztageskindergarten mit zwei Gruppenräumen umgestellt.

Die beiden Kommunen St. Gallenkirch und Gaschurn machen schon seit vielen Jahren gemeinsame Sache mit dem Mittelschulstandort. In den vergangenen fünf Jahren wurde die Zusammenarbeit intensiviert und gemeinsam in den Ausbau dieses Ganztagesstandorts investiert.

Gemeindeübergreifend

„Uns war von Anfang an klar, dass wir hier die optimalen Rahmenbedingungen für einen Ganztagesstandort im Hochmontafon vorfinden“, so die Bürgermeister Netzer und Lechthaler. „Die Vision war klar. Die Betreuung beginnt im Eltern-Kind-Zentrum, setzt sich im Kindergarten und dann später in der Volks- bis hin in die Mittelschule durch.“

Genau daran wurde intensiv gearbeitet. „Mit Erfolg, ohne viele Diskussionen und in kürzester Zeit“, sagt Bürgermeister Martin Netzer. Nach der Eröffnung des EKIZ – offen für alle Kinder aus dem Montafon – folgte heuer die Erweiterung des Kindergartens auf eine Ganztagesbetreuung für alle Kinder aus dem Hochmontafon. „Auch die Schülerbetreuung ist Teil des Gesamtkonzepts. Somit sind die fünf Volksschulen im Hochmontafon sowie die Mittelschule bestens betreut.“ Rund 75.000 Euro kostete dabei allein der Umbau des Kindergartens. Die Gemeinden St. Gallenkirch und Gaschurn zeigen damit vorbildlich, wie eine gemeindeübergreifende Kooperation funktionieren kann, von der eine ganze Region profitiert.

Als nächsten Schritt wollen die beiden Gemeinen den eigenen „Gemeindeverband Hochmontafon“ gründen, in dem sämtliche Agenden gebündelt werden. „Ein weiterer Schritt in eine gemeinsame Zukunft“, so Lechthaler und Netzer abschließend.