Mobiler Hilfsdienst mit 56.000 Einsatzstunden

Vorarlberg / 10.11.2019 • 17:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der neu gewählte Vorstand des MoHi Dornbirn mit Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Stadträtin Marie-Luise Hinterauer. MoHi
Der neu gewählte Vorstand des MoHi Dornbirn mit Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Stadträtin Marie-Luise Hinterauer. MoHi

MoHi Dornbirn sucht eine Lösung für teure Mehrstunden-Einsätze.

Dornbirn Fast die Hälfte der Dornbirner Stadtregierung erwies der Mitgliederversammlung des Mobilen Hilfsdienstes (MoHi) Dornbirn im Kolpinghaus die Ehre. Neben Bürgermeisterin Andrea Kaufmann bekundeten auch die Stadträte Marie-Louise Hinterauer, Christoph Waibel und Markus Fäßler die Bedeutung der ambulanten Betreuungsdienste, die der MoHi seit nunmehr 26 Jahren erbringt. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einsatzstunden um neun Prozent auf  mehr als 56.000 gestiegen. Eine Prognose für das laufende Jahr lässt  eine neuerliche Zunahme auf etwa 59.000 Stunden erwarten. Auch die finanzielle Bilanz ist bei einem Jahresumsatz von mittlerweile mehr als 1,6 Millionen Euro leicht positiv.

Problem Mehrstunden-Einsätze

Auf die Problematik mehrstündiger MoHi-Einsätze verwiesen Obmann Günther Platter und Geschäftsführerin Ingrid Furxer in ihren Berichten: Aufgrund der vorgegebenen Tarifbestimmungen sei eine Begleitung über mehrere Stunden pro Tag so teuer, dass vielfach eine 24-Stundenbetreuung vorgezogen werde – auch wenn diese nicht unbedingt notwendig wäre. Eine Lösung könnten eine Art Mengenrabatt oder günstigere Pauschalen darstellen, wie diese bereits im Rahmen der mittlerweile eingestellten Aktion 20.000 verrechnet wurden.

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann dankte in ihren Grußworten den rund 200 MoHi-Helferinnen für ihr Engagement und sicherte dem Hilfsdienst weiterhin die Unterstützung der Stadt zu. Bezüglich der Mehrstunden-Tarife müsse man allerdings zu einer landesweiten Lösung kommen. Die Obfrau der Arge MoHis, Kitty Hertnagel, erneuerte die Forderung nach weiteren Anstellungen für Assistentinnen. Dies sei auch eine Frage der Fairness gegenüber den Frauen.

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand auch die Neuwahl des Vorstandes, der um zwei Mitglieder erweitert wurde: Obmann Günther Platter und sein Stellvertreter Stefan Latt wurden in ihren Funktionen bestätigt, ebenso Schriftführer Bernd Fussenegger. Neuer Kassier ist Karl Schiemer. Die Wahl erfolgte ohne Gegenstimmen. Ebenfalls neu im Vorstand ist Heidelinde Golob als Kundenvertreterin neben Eberhard Zumtobel. Claudia Latt wird  zusammen mit Helga Widtmann die Interessen der Assistentinnen und Assistenten wahrnehmen.