Stete Hilfe für Menschen in Not

Vorarlberg / 13.11.2019 • 18:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Egon Berchtold hatte den Ruf des „Amtsvaters“.
Egon Berchtold hatte den Ruf des „Amtsvaters“.

Egon Berchtold (1957-2019), Leiter des Sozialamtes von Hohenems, ist verstorben.

HOHENEMS Der langjährige Leiter des Sozialamtes und Bürgerservice der Stadt Hohenems, Egon Berchtold, ist am 29. Oktober 2019 überraschend gestorben.

Zu seinem Tode führte der Bürgermeister von Hohenems, Dieter Egger, aus: „Egon Berchtold war nicht nur ein zuverlässiger und allseits beliebter Mitarbeiter und Kollege, er war auch ein sehr feiner Mensch mit einem großen Herzen. Wir sehen, wie die Arbeit von Egon Berchtold und seinen Kollegen auch nach seiner Zeit weiterwirkt, Sinn stiftet und uns so vielleicht etwas trösten kann. Fest steht, dass Hohenems mit Egon gewissermaßen ein großes Stück seines sozialen Herzens verloren hat.“

Egon Berchtold wurde als erstes Kind von Helga und Hans Berchtold am 10. Dezember 1957 in Dornbirn geboren. Mit seinen Geschwistern wuchs er in der Bäumlegasse auf. Nach der Matura am Realgymnasium Dornbirn und dem Präsenzdienst begann er mit seiner Ausbildung zum Sozialarbeiter an der Sozialakademie Bregenz. 1982 begann er seine Tätigkeit bei der Stadt Hohenems – damals noch Marktgemeinde –, wo er 37 Jahre mit Engagement und Leidenschaft arbeitete.

Rasch erarbeitete sich Egon Berchtold vor allem aufgrund seines unvergleichlichen Strebens, in Not geratenen Menschen zu helfen, den Ruf des „Amtsvaters“, der nicht nur für jeden Bürger in Not zur Stelle war, sondern der auch für alle seine Kollegen eine echte Stütze war. Einer seiner Grundsätze lautete: „Die Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg.“

Bei seinem Einsatz im Bürgerservice und der Sozialabteilung der Stadt Hohenems war er sehr erfolgreich, deshalb wurde er auch 2006 zum Leiter der Bürgerservicestelle ernannt.

Im Jahre 1978 lernte er im Jugendclub Schoren seine Brigitte kennen und lieben. Zusammen genossen sie das Leben, gingen auf Konzerte und Open Airs und verbrachten viel Zeit mit ihren Freunden. 1984 heirateten sie und zwei Jahre später, 1986, kam ihre erste Tochter Lisa zur Welt. 1988 und 1990 folgten Eva und Julia.

Nicht nur seine Töchter machten ihm Freude, sondern auch seine Nichten, Neffen und Götekinder. Als seine jüngste Tochter Julia 2002 einen Hund bekam, änderte sich auch für Egon Berchtold einiges. Jedes Wochenende war nun der Hundeplatz Dornbirn angesagt, und bald war nicht nur Julia wegen ihres Trainings dabei, sondern auch Egon wurde Mitglied des Hunde­sportvereins und war auch im Vorstand aktiv. 2009 bekam er dann seinen eigenen Hund Eija.

Die ersten gesundheitlichen Schwierigkeiten traten 2015 auf, als er wegen eines Herzinfarkts ins Spital und anschließend zur Rehabilitation musste.

2016 und 2017 gab es aber wieder viel Grund zur Freude. Die Geburt seines ersten Enkelkindes Elisa im Juli und kurz danach die Hochzeit seiner Tochter Eva im September 2016, ein Jahr später im Juli 2017 dann die Hochzeit seiner Tochter Lisa.

Die Zeit mit Enkeltochter Elisa genoss er und umso mehr freute er sich auf seinen zweiten Enkel Sean, der im September 2019 das Licht der Welt erblickte.

Obwohl die letzten Monate noch arbeitsintensiv waren, meisterte er sie mit der Aussicht auf seine bevorstehende Pensionierung, für die er bereits Pläne schmiedete. Er freute sich auf die gemeinsame Zeit mit seiner Brigitte und auf die Geburt seines dritten Enkelkindes. Leider war ihm dieses Glück nicht mehr vergönnt. EE