Zum Gedenken

Vorarlberg / 13.11.2019 • 18:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Bezau Bis ins hohe Alter rüstig und immer guter Dinge, so bleibt Josef Vogt allen in guter Erinnerung, die mit ihm zu tun hatten. Nun wurde er als ältester Bezauer zu Grabe getragen. Der Verstorbene wurde am 11. September 1925 in die Familie des Landwirts Alois und Wilhelmine Vogt, geb. Schweizer, in Mellau geboren. Er erlebte in Mellau eine bescheidene, aber glückliche Kindheit, wuchs in der elterlichen Landwirtschaft auf und besuchte auch in Mellau die Pflichtschule. Schon bald nach Schulabschluss wurde Josef zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und zum Kriegsdienst ausgebildet. Im August 1943 musste er einrücken und wurde in Italien zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Es folgten Kriegseinsätze in Rumänien und in Tschechien, wo er durch einen Granatsplitter am Fuß schwer verletzt wurde. Nach dem Krieg fand er bei Felix Kündig in Mellau als Schindeler einen Arbeitsplatz. Anfang der 1950er-Jahre erlernte Josef in Hard das Küferhandwerk. Anlässlich einer Wallfahrt nach Mellau-Bengat lernte er die Hebamme Isabella Innauer aus Bezau kennen und lieben. 1958 heirateten sie und zogen in eine Wohnung nach Bezau. Die Ehe wurde mit zwei Kindern gesegnet, Margit und Günther. Inzwischen vergrößerte sich der Familienkreis um drei Enkel. Nach seiner Verehelichung nahm Josef in der Zimmerei Jakob Natter in Bezau eine Arbeitsstelle an und wurde Zimmermann. Von 1963 bis zu seiner Pensionierung 1984 verdiente er bei der Firma Otto Manser als Gipser sein Geld. Pfarrer Armin Fleisch feierte einen würdigen Auferstehungsgottesdienst und skizzierte in seiner Predigt ein treffendes Lebensbild des Verstorbenen. Der Gottesdienst wurde von Hans und Rosalinde Metzler musikalisch begleitet. Oberst Alwin Denz sprach für den Kameradschaftsbund Worte des Dankes und des Abschieds und veranschaulichte den Weg des Soldaten Josef Vogt im Zweiten Weltkrieg. Mit der Melodie vom „guten Kameraden“, gespielt von einer Abordnung der Bürgermusik Bezau, bei gesenkter Vereinsfahne am Sarge des Verstorbenen, fand die Verabschiedung einen würdevollen Abschluss. Der Schöpfer möge Josef die ewige Ruhe schenken.