Mehr als ein Edelweiß

Vorarlberg / 14.11.2019 • 18:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Oberstleutnant Michael Köck nahm anlässlich der Kommandoübergabe die Fahne von Brigadier Hans Gaiswinkler mit Freude entgegen. VN/JS
Oberstleutnant Michael Köck nahm anlässlich der Kommandoübergabe die Fahne von Brigadier Hans Gaiswinkler mit Freude entgegen. VN/JS

Oberstleutnant Michael Köck ist neuer Kommandant des Jägerbataillons 23.

Lech Die Arlberggemeinde Lech präsentierte sich anlässlich der feierlichen Kommandoübergabe des Hochgebirgs-Jägerbataillons 23 von ihrer schönsten Seite. Sonnenschein, blauer Himmel und schneebedeckte Berge bildeten den würdigen Rahmen für den militärischen Festakt, der im Beisein zahlreicher militärischer und ziviler Würdenträger vonstattenging.

Nach zweijähriger interimistischer Führung wurde Oberstleutnant Michael Köck dabei zum neuen Kommandanten bestellt und übernahm offiziell die Führung des Jägerbataillons 23 von seinem Vorgänger Oberst Thomas Belec. Der scheidende Kommandant freute sich, die Verantwortung an seinen Wunschkandidaten übergeben zu dürfen. „Michael Köck ist der richtige Mann am richtigen Ort“, so Belec. Die Auszeichnung der Kaderpräsenzeinheit zur Einheit des Jahres sei ein schönes Abschiedsgeschenk, so Belec, der dem Jägerbataillon 23 neun Jahre als dessen Kommandant vorstand.

Sein Nachfolger hielt eine flammende Rede für ein zeitgemäß ausgestattetes Bundesheer und ortete angesichts des anhaltenden Sparkurses dringenden Investitionsbedarf. „Der Gebirgskampf gehört zu unseren Kernkompetenzen. Das Edelweiß auf der Kappe ist aber zu wenig, um uns im Ernstfall entsprechend verteidigen zu können“, so Köck, der sich in Hinblick auf die bevorstehenden Aufgaben deutlich mehr Unterstützung seitens der Politik wünscht. In dasselbe Horn blies auch Brigadier Hans Gaiswinkler, der bei seiner Rede mit den politischen Entscheidungen der letzten Jahre und dem anhaltenden Sparkurs beim Militär hart ins Gericht ging.

Der 1974 in Hall in Tirol geborene Köck rückte 1994 in Lienz zum Bundesheer ein und war nach der Absolvierung der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt bei verschiedenen Einheiten in Tirol stationiert. Zusätzlich zu seiner Qualifikation ist er Heereshochalpinist und Heeresschilehrer. VN-JS