Wie Feldkircher ihre Freizeit verbringen möchten

Vorarlberg / 14.11.2019 • 17:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Bürgermeister Wolfgang Matt, Sozialplanerin Heike Sprenger, Vize-Bürgermeisterin Gudrun Petz-Bechter und Planungsstadtrat Thomas Spalt bei der Präsentation der Ergebnisse. MATHIS

Ergebnisse der Bürgerbeteiligung präsentiert. Diese dienen nun als Ausgangsbasis für Erarbeitung des Konzepts.

Feldkirch Mit der Vorstellung der Ergebnisse der Online-Befragung im Jugendhaus Feldkirch wurde am Montag die Beteiligungsphase bei der Erstellung des aktualisierten Spielraumkonzepts abgeschlossen. Die Analyse der Antworten auf die Fragen „Welche Spiel- und Freiräume braucht die Stadt Feldkirch?“ und „Wie müssen diese gestaltet sein, um das Zusammenleben bestmöglich zu fördern?“ hat folgende Erkenntnisse hervorgebracht: Insbesondere Spiel- und Freiräume mit hoher Ausstattungsqualität werden gewünscht. Hervorzuheben sind hier etwa spezielle Attraktionen wie Hängematten oder Slacklines. Aber auch Beschattungen, gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Barrierefreiheit wurden hier genannt. Außerdem ist der Wunsch nach Spiel- und Freiräumen in allen Ortsteilen gegeben. Besonders häufig erwähnt wurden hier Bangs oder Tisis-Letze. Ebenso sehen die Befragten einen Bedarf an Angeboten für Kinder bis drei Jahre, wie beispielsweise Kinder-Cafés oder Babytreffs. Doch auch für etwas ältere – respektive Jugendliche– sollen Treffpunkte umgesetzt werden. Naturnahe Spiel- und Freiräume wie Wald- oder Wasserspielplätze stehen ganz oben auf der Wunschliste. Im Gegensatz dazu sollen aber auch Indoor-Angebote geschaffen werden. Ein großer und oft genannter Wunsch hier wäre ein Hallenbad. Auch die Verbesserung der Fahrradfreundlichkeit wurde im Zuge der Befragung immer wieder genannt. Vor allem im Freizeitbereich, für Mountainbiker, ist die Öffnung von befahrbaren Strecken ein großes Thema. Weiters der Ausbau der Radverkehrswege und der ausgewiesenen Radstraßen.

Nun liegt der Fokus auf der Erarbeitung des Konzepts, das auf den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses, der städtebaulichen sowie der demografischen Entwicklung Feldkirchs in den vergangenen Jahren und auf den Vorgaben von Stadtentwicklungsplan (Step) und Räumlichem Entwicklungskonzept (Rek) aufbaut.

Zielsetzung und Maßnahmen

Im Step Feldkirch ist verankert, dass die Förderung der polyzentrischen Siedlungsstruktur wesentlich für die zukünftige Entwicklung ist. Es soll die Entwicklung verschiedener Quartiere gefördert werden, die eine räumliche und funktionelle Einheit bilden. Mit dem Herausbilden von Stadtteil-Subzentren soll der soziale Austausch in der Bevölkerung gesichert werden.
Und auch im Rek ist der Auftrag zur Aktualisierung des bestehenden Spielraumkonzepts als Maßnahme verankert. Diese Maßnahme dient dem Ziel, abwechslungsreiche und vielfältige Freizeit- und Erholungsangebote weiterzuentwickeln.

Wertvolles Planungsinstrument

Mithilfe des Spielraumkonzepts als mittelfristiges kommunales Planungsinstrument sollen die Feldkircher gut mit Spiel- und Freiräumen versorgt werden. Das Spielraumkonzept erfasst alle bereits bestehenden öffentlichen Spiel- und Freiräume und definiert darüber hinaus all jene Bereiche, in denen mittelfristig attraktive Standorte entstehen können und sollen.

Noch in diesem Monat wird sich der Planungsausschuss der Stadt Feldkirch neuerlich mit dem vorliegenden Erstentwurf des Konzepts befassen. Im kommenden Jahr werden dann nicht nur die Nachbargemeinden, die Landesregierung und der Kinder- und Jugendanwalt konsultiert, sondern auch allfällige Adaptierungen des Konzeptentwurfs vorgenommen. Die überarbeitete Version wird im Anschluss der Stadtvertretung zur Beschlussfassung vorgelegt.