Dornbirn eröffnet neue Begegnungszone

Vorarlberg / 15.11.2019 • 18:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Grüne Kritik an Gestaltung der Begegnungszone: zu viel Asphalt, zu wenig Grün. STD
Grüne Kritik an Gestaltung der Begegnungszone: zu viel Asphalt, zu wenig Grün. STD

Verkehrsberuhigung in der Dornbirner Innenstadt schreitet voran. Grüne Kritik an der Gestaltung.

dornbirn Mit der neuen Begegnungszone in der Jahngasse, die heute offiziell eröffnet wird, will die Stadt eine weitere Verkehrsberuhigung im Zentrum erreichen. Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger sollen sich auf dem rund 300 Meter langen Straßenabschnitt, auf dem ein Tempolimit von 20 km/h gilt, sozusagen auf Augenhöhe begegnen.

In den letzten Monaten wurde die Jahngasse nach den Plänen des Büros LAAC-Architekten komplett neu gestaltet. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann ist überzeugt, dass die Stadt die richtige Entscheidung getroffen hat, auch weil durch die Baumaßnahmen die Vorplätze der Stadthalle und der neuen Stadtbibliothek eine neue Qualität erhalten haben.

SP-Tiefbaustadtrat Gebhard Greber spricht von einer deutlichen Erhöhung der Lebensqualität in der Innenstadt.

Grüne Kritik

Kritischer beurteilen die Grünen das Projekt. Sie begrüßen zwar die Schaffung einer verkehrsberuhigten Zone, sind mit der Gestaltung allerdings alles eher als einverstanden. „Es fehlte ein offener Planungsprozess mit Alternativprüfungen“, bedauert Stadträtin Juliane Alton, dass viele ihrer Vorschläge nicht umgesetzt wurden, angefangen von einer Zusammenführung der Räume zwischen Stadthalle, der Bibliothek und der vielen Schulen, über die Anpflanzung von Bäumen bis zu einem Skaterplatz. „Statt Querverbindungen zu betonen, wurde ein kostspieliger Mittelstreifen aus Granit und Messing in den Asphalt eingelassen, was sicherlich nicht der Geschwindigkeitsreduktion dienlich ist“, ärgert sich Alton.

Weiteres Bauvorhaben

Derzeit laufen die Planungen zur Verlängerung der vor zwei Jahren eröffneten neuen Fußgängerzone im Bereich Schulgasse. Noch ist offen, ob auch hier eine Begegnungszone oder eine klassische Fußgängerzone entsteht.

Das hängt davon ab, ob es unter der Schulgasse eine Tiefgarage samt unterirdischer Verbindung zwischen Stadtmarkt und dem Nahversorger Sutterlüty gibt. Laut Stadtplanungsreferent Vizebürgermeister Martin Ruepp dürfte die Entscheidung schon bald fallen.