Konkurrenten und Absteiger

Vorarlberg / 15.11.2019 • 18:40 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Thomas Winsauer gilt als möglicher Nachfolger von Dornbirns Vizestadtchef Martin Ruepp. Mauche
Thomas Winsauer gilt als möglicher Nachfolger von
Dornbirns Vizestadtchef Martin Ruepp. Mauche

Erben im Doppelpack Nach der überraschenden Ankündigung von Vizebürgermeister Martin Ruepp (64, VP), nach den Gemeindewahlen 2020 die Stadtpolitik in Dornbirn zu verlassen, wird über sein Erbe spekuliert. Etwaige Kandidaten wollen ihr Interesse für den Job an der Seite von Stadtchefin Andrea Kaufmann (50, VP) jedoch nicht kundtun. Als mögliche Erben gelten Thomas Winsauer (40, VP), der seine Brötchen als Notar sowie als Abgeordneter verdient, und Julian Fässler (34, VP), der als Stadtrat fungiert und bei Alpla als Projektleiter tätig ist. Winsauer, der den Stuhl des LT-Vizepräsidenten erobern wollte und in einer nicht unumstrittenen parteiinternen Kampfabstimmung gegen die Montafonerin Monika Vonier (39, VP) den Kürzeren zog, dürfte jedoch auch diesmal durch die Finger schauen. „Wenn Fässler zusagt und dies mit seiner Funktion bei Alpla vereinbar ist, dann hat definitiv er den Job“, wissen prominente Schwarze.

Rumoren Bei den Bludenzer Sozialdemokraten rumort es offenbar. Vizestadtchef Mario Leiter (55, SP), der bei der Wahl 2014 dem regierenden Bürgermeister Mandi Katzenmayer (68, VP) in der Wählergunst bedrohlich nahe kam, bringe bereits im Vorfeld der Gemeindewahl 2020 seine Leute in Stellung. So soll sich Wolfgang Weiß (49, SP) als Langzeit-Stadrat zurückziehen. Nathaniel Heinritz (30, SP), der noch vor seiner EU-Wahlkandidatur den Hauptwohnsitz von Feldkirch nach Bludenz verlegt hatte und seither viel an der Seite Leiters bei Events zu sehen ist, soll hingegen aufsteigen, heißt es unter den Bludenzer Genossen. Und die Montafoner PR-Managerin Sabine Grohs (52) wird bereits als „Leiters Favoritin als Kulturstadträtin“ gehandelt.

Unter Druck Die vom Land angekündigte Schließung des Pädagogischen Förderzentrums (PFZ) sorgt in Feldkirch bei Stadtchef Wolfgang Matt (64, VP) für Aufruhr. Die Eltern versuchen über verschiedene Kanäle die Politik zum Einlenken zu bringen. Druck auf die Stadt auszuüben, dürfte jedoch der falsche Weg sein. Wie ein Elternvertreter im Gespräch mit einem Stadtpolitiker erfahren durfte, steht offenbar die Stadt selbst unter großem Druck des Landes: Wenn die Stadt im Rahmen der Sanierung der Volksschule Altenstadt das PFZ dort unterbringen würde, wolle das Land keine Fördermittel für eine anstehende Schulsanierung im Stadtteil Tisis zur Verfügung stellen. Dies soll man der Stadt „unmissverständlich mitgeteilt haben“. Politisch ist beim Land Statthalterin Barbara Schöbi-Fink (58, VP) als Bildungslandesrätin zuständig. Detail am Rande: Schöbi-Fink hatte in ihrer früheren Rolle als Bildungsstadträtin in Feldkirch die Unterbringung des PFZ in Altenstadt gutgeheißen.

„Es sitzen noch zu viele protestierend auf den Bäumen und sehen die Wirtschaft als Gegner.“
              Markus Wallner, VP
            Landeshauptmann sieht dies umgekehrt ebenso

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„Sebastian Kurz ist aus meiner Sicht das Gegenteil von vertrauener­weckend.“
              Terezija Stoisits, Grüne 
            Urgestein der österreichischen Grünen hat Vorbehalte gegen Kurz

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„Sechs Wochen gemütlicher Sondierungsgespräche sind für mich etwas lang gewesen.“
              Pamela Rendi-Wagner, SP
            Bundesparteichefin hätte jetzt gerne Klimaschutz

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