Weihnachtsstimmung Mitte November

Vorarlberg / 15.11.2019 • 08:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Michaela aus Bregenz hat bereits ihr Lieblingsfotomotiv auf dem Weihnachtsmarkt entdeckt. VN/PAULITSCH

In Bregenz geht es schon heute mit dem Weihnachtsmarkt los.

Geraldine Reiner

Bregenz In 16 Tagen wird die erste Kerze auf dem Adventskranz angezündet. Bregenz versucht schon deutlich früher Weihnachtsstimmung zu verbreiten. Heute, Freitag, wird in der Landeshauptstadt der erste Weihnachtsmarkt des Landes eröffnet. „Die Stadt Bregenz möchte gerne die erste Stadt im Land sein“, erläutert Marktchef Peter Kaufmann vom Stadtmarketing. Der 15. November sei zwar früh genug, aber im Endeffekt nicht schlecht. „Die Händler können sich gerade in dieser ersten Woche ein bisschen einleben.“

 Michael Hehle ist seit den 80er-Jahren auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.
Michael Hehle ist seit den 80er-Jahren auf dem Weihnachtsmarkt vertreten.

Die Stände wurden bereits vor einigen Tagen aufgestellt. Am Tag vor der großen Eröffnung geht es vor allem um den Feinschliff. Einrichten, dekorieren und eventuell den einen oder anderen Glühwein probieren. Schausteller Ewald Böhler hat soeben die Figuren für das „Haus vom Nikolaus“ angeliefert. Weihnachtsstimmung mitten im November? „Was heißt Weihnachtsstimmung? Es geht da eigentlich um eine Tradition, die erhalten gehört. Wenn du in der Stadt wohnst und zum Fenster rausschaust, dann siehst du die nächste graue Wand. Die Leute brauchen irgendein Licht und ein bisschen Abwechslung“, kommt der gebürtige Bucher ins Sinnieren. Böhler ist seit 2014 auf dem Bregenzer Weihnachtsmarkt vertreten. Zur Weihnachtspyramide, dem Karussell, dem Haus vom Nikolaus, den beheizbaren WCs und den drei Ständen gesellt sich heuer die Riesenlaterne vor dem KUB-Café dazu. „Wenn Schlechtwetter ist, machen wir hier herinnen das Käsefondue, sonst kann man rein, um etwas zu trinken“, ergänzt er.

 Schausteller Ewald Böhler bringt auch dem Nikolaus die Tiere.
Schausteller Ewald Böhler bringt auch dem Nikolaus die Tiere.

„Genussbringer“ Michael Hehle kann der Eröffnung Mitte November ebenfalls einiges abgewinnen. „Das erste Wochenende ist meistens das beste, weil sich die Leute schon freuen auf den ersten Glühwein, Punsch oder die Marktgerichte“, weiß der erfahrende Standbetreiber. Als Fortschritt sieht er den neuen Musik-Mix, den das Stadtmarketing zusammenstellen ließ. „Letztes Jahr lief immer dasselbe Band“, merkt Hehle mit einem Schmunzeln an. Peter Kaufmann hofft, dass auch eine „ein paar Lieder dabei sind, die die Händler noch nicht kennen“. Immer dieselben Lieder seien aber auch im letzten Jahr nicht gelaufen. „Wir haben 18 Stunden Musik, die im Shuffle durchläuft. Für uns ist der Besucher wichtig, der kommt. Als Händler muss man damit leben“, sagt der Marktchef und lacht.