VN-Leser und Jäger auf wilden Spuren im Wildpark

Vorarlberg / 18.11.2019 • 19:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Exkursion führte auch zum Rotwildgehege.
Die Exkursion führte auch zum Rotwildgehege.

Bei der Exkursion erfuhren die Teilnehmer, warum das Wild im Winter Ruhe braucht.

Feldkirch Die Vorarlberger Jägerschaft lud VN-Leser zu einer spannenden Exkursion in den Wildpark Feldkirch ein. Aus gutem Grund, denn für die Wald- und Wiesenbewohner bricht demnächst wieder eine äußerst harte Zeit an. Die interessierten Besucher erfuhren am Samstag, warum Ruhe und ungestörte Räume für Wildtiere im Winter überlebenswichtig sind und wie Wintersportler und Outdoor-Sportler mit ihrem Verhalten zum Überleben der Wildtiere beitragen können. 

Wildpark-Betriebsleiter Christian Amann nannte Ski- und Schneeschuhtouren sowie Freeriden abseits der Pisten als größtes Problem für die Wildtiere im Winter. Speziell Arten, die sich wie das Birkhuhn im Schnee verstecken, seien überlebensgefährdet. Generell appellierte Amann an Outdoor-Sportler, sich an Wege und Pisten zu halten. Das gelte selbstverständlich auch für Mountainbiker. Amann zufolge stellen aber auch die scheinbar frei in der Luft schwebenden Gleitschirmpiloten oft ein Problem dar, wenn sie den Wildtieren zu nahe kommen und diese in Panik flüchten.

Die Exkursion startete bei den Gämsen, wo sogleich geklärt wurde, worin sich Geiß und Bock unterscheiden. Die Antwort: Der Bock hat einen „Pinsel“ zwischen den Beinen, außerdem sind seine Hörner stärker gekrümmt. Ebenso interessant zu erfahren war, dass lediglich zehn bis 20 Prozent des Gamsnachwuchses überhaupt überleben.

Viele Fragen

Auch die am Wildpark-Rundgang teilnehmenden Kinder stellten viele knifflige Fragen. Welche Tiere sind Rudeltiere, welche Einzelgänger? Welches Wildtier wirft sein Geweih ab? Christian Amann und Matthias Ludescher nahmen sich viel Zeit, alle Fragen zu beantworten. Das Rotwild beispielsweise ist ein Läufer und Rudeltier, weshalb bei ihm die Winterfütterung problematisch ist. Bleibe eine Fütterung aus, würde oft das ganze Rudel ein neues Quartier suchen. 

Für Wildpark-Betriebsleiter Christian Ammann steht fest: Information schafft Verständnis und Respekt vor den Wildtieren, die Kampagne „Respektiere Deine Grenzen“ schärft das Bewusstsein für den Umgang mit freilebenden Wildtieren. HE

Die Wildschweine haben vor Kurzem Nachwuchs bekommen.
Die Wildschweine haben vor Kurzem Nachwuchs bekommen.
Die teilnehmenden Kinder stellten viele knifflige Fragen. HE
Die teilnehmenden Kinder stellten viele knifflige Fragen. HE