Große Brocken im Budget

Vorarlberg / 19.11.2019 • 19:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Im kommenden Jahr soll auch das Projekt Hallenbad angegangen werden. VN
Im kommenden Jahr soll auch das Projekt Hallenbad angegangen werden. VN

Stadt Bregenz legt den Voranschlag für das Jahr 2020 vor.

Bregenz Das Jahr 2020 wird für Bregenz das „Jahr der großen Investitionen“. Laut Budgetentwurf, der am Dienstag präsentiert wurde, liegt die Gesamtsumme bei rund 18,8 Millionen Euro. „Das wird sich im Jahr 2021 und 2022, so diese Projekte kommen, auch fortschreiben“, prognostiziert Bürgermeister Markus Linhart (60). Der „Investitionsschwerpunkt“ heißt Kinderbetreuung. Der größte Brocken betrifft den Kindergarten St. Gebhard, der bis Herbst 2020 um rund 6,3 Millionen Euro neu gebaut wird; im kommenden Jahr sind dafür drei Millionen Euro budgetiert. Weitere 400.000 Euro sollen für die Planungen zur Nachnutzung der Volksschule Rieden lockergemacht werden. Das Gebäude wird im Herbst mit der Eröffnung des Schulcampus Rieden frei. Fix ist laut Linhart bereits, dass in einem Teil weitere Kinderbetreuungsplätze untergebracht werden sollen. Was mit dem restlichen Platz passiert, darüber werde „heftig und kräftig“ nachgedacht. Vordergründiges Ziel sei es, in der VS Rieden zusätzliche Ausbildungsplätze für Kindergartenpädagogen zu schaffen. „Derzeit laufen Gespräche mit dem Land und der BAfEP Feldkirch“, erläutert Linhart.

Der zweite Schwerpunkt liegt in der Stadtgestaltung. Im kommenden Herbst soll mit der Maurachgasse, der Deuringstraße und dem Leutbühel die zweite Etappe der Quartiersentwicklung Leutbühel angegangen werden, die Umsetzung ist laut Bürgermeister im Winter 2021 geplant. Ebenfalls 800.000 Euro sind im Voranschlag 2020 für die Bahnhofsunterführung reserviert. Beim Projekt Weidachspange rechnet die Stadt mit 550.000 Euro.

Investitionsschwerpunkt Nummer drei umfasst die Planungen für den Hallenbadneubau (1,1 Millionen Euro) und die Sanierung des Festspielhauses und der Seebühne (1,5 Millionen Euro). Mit 4,5 Millionen Euro ebenfalls teuer: Der ARA-Notüberlauf, der im Zusammenhang mit dem Hochwasserprojekt am Unterlauf der Bregenzerach steht. Die Schulden werden dadurch nicht weniger. Am Ende des Jahres 2020 wird mit einem Minus von 68,9 Millionen Euro kalkuliert. Darlehen sollen in der Höhe von 7,3 Millionen Euro aufgenommen werden. VN-ger

Voranschlag 2020

Laufende Einnahmen 97,03 Mill. Euro (+2,7%)

Laufende Ausgaben 98,53 Mill. Euro (+3,2%)

Investitionen 18,76 Mill. Euro (+17,14%)

Darlehensaufnahmen 7,29 Mill. Euro

Darlehenstilgung 5,48 Mill. Euro

Schuldenstand 68,93 Mill. Euro (per Jahresende 2020)

Schuldenstand abzüglich Rücklagen 44,01 Mill. Euro

Pro-Kopf-Verschuldung 2318 Euro