Ein Produkt und seine Geschichte

Vorarlberg / 21.11.2019 • 18:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit einem Käseleinen wird der Käsebruch von der Molke getrennt. Der Sennkessel wird noch mit Holz angefeuert.Helmut Tiefenthaler, Helmut Klapper, Vorarlberger Landesbibliothek
Mit einem Käseleinen wird der Käsebruch von der Molke getrennt. Der Sennkessel wird noch mit Holz angefeuert.Helmut Tiefenthaler, Helmut Klapper, Vorarlberger Landesbibliothek

Bregenz Die erste urkundliche Erwähnung einer Käseherstellung im Montafon stammt aus dem Jahr 1240, als ein jährlicher Käsezins an das Domkapitel in Chur abgeliefert werden musste. Unter den Habsburgern etablierte es sich, dass die Bauern Butterschmalz und Butter an die Verwaltung und den Adel abzuliefern hatten. Beides fiel bei der Erzeugung von Sauermilchkäse in großen Mengen an.

Siegeszug des Hartkäses

Als ab dem 17. Jh. die Hartkäseproduktion immer mehr aufkam, gingen diese entsprechend zurück. Der Hartkäse setzte sich durch, da er lagerfähiger und besser transportierbar war. Ende 19., Beginn 20. Jh. wurden die ersten Käse nach Italien und Deutschland vermarktet.

Käselager auf der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau. Bereits im 17. Jh. entstanden der typische Alp- und Bergkäse.
Käselager auf der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau. Bereits im 17. Jh. entstanden der typische Alp- und Bergkäse.
Die Kelten brachten den „Käsker“ nach Vorarlberg. Der rätoromanische Ausdruck bezeichnet die Form, in der die Käsemasse im Alpbetrieb ausgepresst wird.
Die Kelten brachten den „Käsker“ nach Vorarlberg. Der rätoromanische Ausdruck bezeichnet die Form, in der die Käsemasse im Alpbetrieb ausgepresst wird.
Auf dem acht Kilometer langen Käsewanderweg Pfänder-Eichenberg vermitteln zwölf Tafeln Wissenswertes über die Erzeugung des Vorarlberger Käses.
Auf dem acht Kilometer langen Käsewanderweg Pfänder-Eichenberg vermitteln zwölf Tafeln Wissenswertes über die Erzeugung des Vorarlberger Käses.
Blick in die Sennerei der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau.
Blick in die Sennerei der Oberen Hirschbergalpe bei Bizau.

Quelle:
www.vorarlberg.at/volare