Faire Abgeltung für Schülerbeförderung

Vorarlberg / 21.11.2019 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Fachgruppen des Beförderungsgewerbes fordern neue Tarifverhandlungen.istock
Fachgruppen des Beförderungsgewerbes fordern neue Tarifverhandlungen.istock

Fehlende praxisgerechte Vergütung erschwert die Abwicklung der Schüler­transporte.

feldkirch Die Tarife für Schülertransporte für das laufende Schuljahr wurden um 1,4 Prozent, also im Ausmaß des Verbraucherpreisindex, erhöht. „In den Budgetverhandlungen müssen Lösungen für die strukturellen Defizite der vergangenen 20 Jahre verankert werden, damit keine Schüler auf der Straße stehen“, kritisiert nun die Fachgruppenobfrau der Vorarlberger Autobusunternehmen, Elke Bereuter-Hehle. Die Betriebe würden nur durch Zuschüsse der Gemeinden kostendeckend fahren können: „Die Gemeinden sind in Sachen Schülerfreifahrt verlässliche und lösungsorientierte Partner. Von der Übergangsregierung erhalten wir mit der jetzigen Tariferhöhung jedoch keine annehmbare Lösung. Somit liegt es in der Hand der kommenden Regierung, die Rahmenbedingungen entsprechend anzupassen“, betont Bereuter-Hehle.

„Die Schülertarife, die jahrelang nicht gemäß den realen Kostensteigerungen angepasst wurden, entsprechen nicht mehr den finanziellen Aufwendungen, die ein seriös arbeitendes Unternehmen für die korrekte Durchführung eines Schülertransportes benötigt“, betont auch Bernhard Drexel, Fachgruppenobmann-Stellvertreter des Personenbeförderungsgewerbes mit Pkw. Oftmals würden Kommunen einen Differenzbetrag finanzieren, um die Dienstleistungen für die Schüler sichern zu können. Aus diesem Grund fordern die Fachgruppen neue Tarifverhandlungen und eine Überarbeitung des Abgeltungsmodells. Die bisher rein streckenbezogene Vergütung müsse durch eine Zeitkomponente, also die geleisteten Stunden, ergänzt werden, fordern die Fachgruppen.