Hochwasserschutzprojekt Frödisch ist im Fluss

Vorarlberg / 21.11.2019 • 17:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Bauarbeiten wurden im Bereich des Betriebsgebiets der Firma Röfix gestartet. EGLE

Erhöhung der Sicherheit für umliegende Siedlungsgebiete als Ziel.

Zwischenwasser, Sulz, Röthis Eigentlich war der Baubeginn für das Projekt zur Erhöhung der Hochwassersicherheit im Frödischbach bereits für den Sommer geplant. Nachdem dieser sich um einige Wochen verzögert hatte, erfolgte nun der Startschuss für die umfangreichen Arbeiten. Seitens der Wildbach- und Lawinenverbauung wird in den kommenden vier Jahren – jeweils in der Niedrigwasserphase – das langfristig seit 2015 geplante Projekt umgesetzt. Das eindeutige und klare Ziel ist dabei die Erhöhung der Hochwassersicherheit der Siedlungsgebiete der Anliegergemeinden Muntlix, Sulz und Röthis. Konkret geht es dabei um die Absicherung der Frödisch bei einem 150-jährlichen Hochwasserereignis.

Zwei Hauptbaustellen

Gestartet wurde im Bereich des Firmengeländes der Firma Röfix. Dort wird das Bachbett ausgebaggert und ein Geschieberückhaltebecken geschaffen. Ergänzt wird dies durch einen Wildholzrechen für den Mühlbach, der etwas weiter unten in die Frödisch mündet. Gestein und Gehölz sollen so im Katastrophenfall aufgehalten werden, um nicht die flussabwärts stehenden zahlreichen Gebäude zu gefährden.
Die zweite Hauptbaustelle ergibt sich im Bereich der Engelbrücke, welche die Gemeinden Zwischenwasser und Sulz miteinander verbindet. Bei den letzten Hochwässern 1999 und 2005 stellte die Brücke eine gefährliche Engstelle dar, Abgrabungen sollen diese nun entschärfen und den Wasserabfluss optimieren.

Naturkatastrophe wäre teurer

Das Gesamtprojekt ist mit 3,6 Millionen Euro budgetiert, wovon der Bund mit rund 54 Prozent die Hauptlast tragen wird. Das Land Vorarlberg beteiligt sich mit knapp einem Viertel, die Gemeinden Sulz und Zwischenwasser mit 14 bzw. 7,5 Prozent, was in konkreten Zahlen rund 504.000 Euro bzw. 270.000 Euro sind. Auf die Gemeinde Röthis entfällt nur ein geringer Betrag. Trotz der hohen Kosten für die Gemeinden betonen die vorwiegend von den Verbesserungen profitierenden Gemeinden Sulz und Zwischenwasser die unbedingte Notwendigkeit der Baumaßnahmen, um auch für künftige Hochwässer gerüstet zu sein. Eine entsprechende Naturkatastrophe würde deutlich teurer zu Buche schlagen. CEG